Minu Barati-Fischer

Bitte alle mal herschauen!

Minu Barati-Fischer genießt neuerdings die Öffentlichkeit. Die Ehefrau von Joschka Fischer wurde zum Shootingstar der Berliner Society

Minu Barati-Fischer

Minu Barati-Fischer

Selbst abends, beim privaten Dinner

im "Grill Royal", ganz ohne Kameras und roten Teppich, ist sie der absolute Hingucker: Während andere den legendären Berliner Lässiglook zelebrieren, lehnt Minu Barati-Fischer, 33, dekorativ an der Bar, das Dekolleté tief, die High Heels hoch, Frisur und Make-up perfekt. Nicht nur ihr guter Freund und modischer Berater, der Designer Ivan Strano, ist hingerissen. Die Berliner Gesellschaft, die sich in dem In-Restaurant an der Friedrichstraße versammelt, schaut immer wieder rüber zu der auffallenden Erscheinung, mal mehr, mal weniger offensichtlich. Gegen neugierige Blicke aber scheint gar nichts mehr zu haben. Im Gegenteil: Die fünfte Ehefrau von Ex-Außenminister , 60, hat Gefallen gefunden an der Inszenierung.

Im Lauf des Jahres ist sie zum Shootingstar der Hauptstadt-Society avanciert. Ob Dreamball, Bond-Premiere oder First Steps Award, die Berlinerin mit iranischen Wurzeln tauchte erst auf vereinzelten Events, dann immer häufiger auf. Mal mit, mal ohne Gatte, immer im aufsehenerregenden Outfit, stets beim Plaudern mit Filmbranchen-Größen wie oder . Die juchzt und jauchzt! Was hätte ihr Besseres passieren können als eine junge Frau, schön und klug und witzig, mit unbändiger Lust auf Party, Smalltalk und Selbstdarstellung.

Die Ehefrau von Joschka Fischer wurde zum Shootingstar der Berliner Society

Die Ehefrau von Joschka Fischer wurde zum Shootingstar der Berliner Society

Nur wer Minu Barati vielleicht schon zwei, drei oder vier Jahre zuvor erlebt hat, auf dem Bundespresseball etwa, rieb sich ungläubig die Augen. Denn damals sah Minu - der Name stammt aus der persischen Sprache Farsi und bedeutet "Paradies" - nicht nur vollkommen anders aus, sondern war rund 20 Kilo üppiger und wirkte vom Stil her, sagen wir, etwas bieder.

Früher scheute sie das Blitzlicht, bildete mit Ehemann Joschka und Bodyguards geradezu eine Phalanx gegen Fotografen und Fans. Beide blickten grimmig, gar nicht schnell genug konnte das Paar wieder verschwinden. Und heute? Stolz flaniert der Ex-Politiker neben seiner schönen Frau über die roten Teppiche. Und: Er lächelt, winkt gar wagemutig in die Kameras. Da scheinen zwei einander richtig gut zu tun und sich zu ergänzen. Sie teilt seine Liebe zu gutem Wein und leckeren Speisen, bezaubert ihn mit dem Humor, von dem Freunde schwärmen, beeindruckt ihn mit ihrem Organisationstalent im Alltag. Nicht zu vergessen ihr Interesse für Politik, das der Tochter eines iranischen Arztes, der durch einen Zufall 1992 dem "Mykonos"-Attentat entkam, von zu Hause mitgegeben wurde. Fischer wiederum hat die junge Frau (und sicher auch deren achtjährige Tochter) neue Lockerheit verliehen und den Mut, auch in der Öffentlichkeit seinen Schutzpanzer abzulegen.

Perfekte Pose, stolzer Blick: Minu Barati-Fischer im September auf dem Dreamball

Perfekte Pose, stolzer Blick: Minu Barati-Fischer im September auf dem Dreamball

"Minu Barati hat eine erstaunliche Metamorphose durchlaufen - von der medienscheuen Ehefrau Joschka Fischers hin zu einer extrem glamourösen, medienaffinen Societygröße, die schon optisch jeden Event bereichert", hat PR-Lady beobachtet. Und auch Modedesignerin Anna von Griesheim ist Minu Barati positiv aufgefallen: "Eine beeindruckende Erscheinung, sie sieht umwerfend aus." Dazu verbinde sich ein angenehmes Äußeres mit einem schlauen Köpfchen - eine Allianz, die einigen Berlinern nach anfänglicher Begeisterung offenbar suspekt ist.

Schon werden die ersten Stimmen laut, die sagen, Minu sei überpräsent, die fragen, welchem Zweck die neue Glasnost des Party-Paars Fischer/Barati eigentlich diene. Ach, die Berliner haben aber auch immer was zu maulen. Warum erfreuen sie sich nicht einfach an einem ehemals griesgrämigen Grünen-Politiker und seiner Frau, die zur Filmpremiere einen strassbesetzten Colt am Gürtel trägt und sich traut, zu Hause für Gourmetlegende Wolfram Siebeck zu kochen? Vielleicht ist sie schlicht und einfach auf den Geschmack gekommen.

Welcher Frau tut es nicht gut, nach einem Diät-Marathon bestaunt und bewundert zu werden und endlich die Kleider zu tragen, die sie bisher nur in Schaufenstern oder an wohlgeformten Damen der Gesellschaft beäugt hat? Sicher, Zufall ist das alles nicht: Eine ganze Armada von Helfern steckt hinter ihrer Rundumerneuerung. Und dass Filmproduzentin Minu Barati auf den Events wertvolle Kontakte für ihre Firma Jooyaa knüpfen kann und diese auch nutzt, liegt auf der Hand. Natürlich macht sie sich auch ein bisschen was vor, wenn sie eine GALA-Anfrage zum Interview ablehnt mit dem Argument, sie wolle nur durch ihre Leistung in der Öffentlichkeit stehen. Ins Rampenlicht hat sie nun einmal einer der bekanntesten deutschen Politiker katapultiert. Aber nicht alle Gattinnen können damit so gut umgehen wie sie.

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