Milliardäre

Her mit den Milliardären!

Zwei oder drei Millionen auf dem Konto? Peanuts! Heute wollen tolle Frauen wirklich reiche Männer an ihrer Seite sehen. Dafür haben sie Abramowitsch & Co. auch einiges zu bieten

Uma Thurman Milliardäre

Uma Thurman Milliardäre

Schatz, ich hab dir was Schönes mitgebracht! Den Satz hört jede Frau gern - Daria Zhukova klingt er besonders häufig in den Ohren. Für die 27-Jährige gehört zum Alltag, wovon andere nur träumen: ein Leben in Saus und Braus.

Heute St. Tropez, morgen St. Barth: Unternehmer Roman Abramowitsch und Ex-Model Daria Zhukova

Heute St. Tropez, morgen St. Barth: Unternehmer Roman Abramowitsch und Ex-Model Daria Zhukova

Vor zwei Jahren angelte sich das Society-Darling den Multimilliardär , 41, und seither liest er ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Kürzlich machte der zweitreichste Russe ihr aber ein Geschenk, mit dem selbst die verwöhnte Daria nicht gerechnet hatte: Er brachte das derzeit teuerste Gemälde eines lebenden Malers mit nach Hause, "Benefits Supervisor Sleeping" von Lucian Freud. Zu einem Preis von 22 Millionen Euro hatte er das Werk erstanden - für die Kunstgalerie "Center of Contem­porary Culture", die Da­ria im September in eröffnen wird. Und weil er einen Besuch im römischen "Julian Café" so roman­tisch fand, kaufte er gleich das ganze Res­taurant (3,5 Millionen Euro) und schenkte es ihr ebenfalls. "Roma", wie von Freunden genannt wird, knausert nicht. Immer mehr Luxusdomi­zile gönnt er sich und seiner Freundin, die größte Jacht des Mittelmeers, auch mal eben einen Airbus A 380. Wenn man wie der Oli­garch über ein geschätztes Vermögen von 16 Milliarden Euro verfügt, sind das Peanuts.

Dagobert Duck wäre heute Russe. Auf der aktuellen Geldrangliste der zehn wohlhabendsten Europäer finden sich fünf russische Staatsbürger, weltweit kommen laut vier der 20 reichsten Menschen von dort. Sie zeigen gern, was sie haben - am liebsten an den Hotspots des Jetsets und mit einer schönen Frau an ihrer Seite, die Starpotenzial hat. Ihrer Herzdamen legen sie dann eine Welt aus Prunk, Protz und Prestige zu Füßen.

Am liebsten vergnügt sich Vladislav Doronin mit seiner aktuellen Flamme Naomi Campbell an Bord seiner Jacht

Am liebsten vergnügt sich Vladislav Doronin mit seiner aktuellen Flamme Naomi Campbell an Bord seiner Jacht

Evgeny Lebedev, 28, Sohn des Ex-KGB-Agenten und Multimilliardärs Alexander Lebedev, ist da keine Ausnahme. Immerhin will der Freund von Tochter , 43, der vergange­nes Jahr vom Society-Magazin "Tatler" noch als drittbeste männliche Partie Groß­britan­niens geführt wurde, auch anderen Menschen Gutes tun. Er ist Mitgründer der Raissa-Gorbatschowa-Stiftung für krebskranke Kin­der. Um edle Spender zu gewinnen, schmeißt er Partys, die Johns feudalen "White Tie And Tiara"-Ball locker in den Schatten stellen. Bei ihm geben sich sowohl Business-Tycoons als auch Superstars wie , , oder die Ehre. Auf dem Landgut Althorp House in Northampton­shire, das einst Lady Di gehörte, lässt Lebedev auch schon mal Wölfe laufen - das beeindruckt die . Selbstredend werden goldener Kavi­ar en masse und Champagner für 1200 Euro die Flasche serviert. Passend zum Partymotto "Russische Mittsommer-Fantasie".

Arpad Busson und Hollywood-Star Uma Thurman, mit der er seit Juli verlobt ist

Arpad Busson und Hollywood-Star Uma Thurman, mit der er seit Juli verlobt ist

Eine solche Fantasie wurde für Top-Model wahr: Seit Mai tingelt sie mit dem Bauunternehmer Vladislav Doronin, 46, auch bekannt als "russischer Donald Trump", durch die High Society. Im Juli ließ er sie mit einem Privatjet nach Moskau einfliegen, damit sie seinen Geburtstag im "Ritz-Carlton" mitfeiern konnte. durfte sogar auf dem "Vnukovo 3"-Flug­hafen landen, der eigentlich für Spitzenpolitiker reserviert­ ist. Bei dem Bau­löwen,­ der gerade die Luxus­apartment-Stadt "Moscow City" in den Wäldern am Rande der Metropole ent­stehen lässt, wurde eine Ausnahme gemacht. Weil Vermögen eben Macht ist. Ganz ähnlich gilt das auch in der Liebe: "Money meets glamour" heißt die Zauberformel fürs perfekte Power-Paar, und mit "Money" sind heute nicht mehr nur ein paar Millionen gemeint. Ladys, die im Rampenlicht stehen, wissen einen Mann mit Zutritt zu den erlesensten Zirkeln zu schätzen. Gut betuchte Herren wählen immer häufi­ger Damen, die nicht nur gern gesehene Partygäste sind, sondern auch einen öffentlichen Status mitbringen - so können sie sich im Blitzlicht mitsonnen. Verkuppelt werden sie meist von einem sogenannten "Match­maker", einem engen Freund oder Verwandten des reichen Interessenten. Daria Zhukova etwa war schon seit Längerem eine Freundin der erweiterten Familie Abramowitsch. wurde Vladislav Doronin von ihren Ex-Freunden Flavio Bria­tore und Badr Jafar vorgestellt.

Models und Schauspielerinnen rangieren ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Manchmal kommt sogar noch ein Hauch Adel hinzu, wie bei der Herzogin von York, Sarah Ferguson, 48, und dem norwegischen Unternehmer Geir Frantzen, 40. Auch der französische Financier Arpad Busson, 45, und Hollywood-Star Uma Thurman, 38, sind ein Jetset-Paar der Extraklasse: Gemein­sam bringen sie es laut "Tatler" auf den vierten Platz der "100 Most Invited People"­ Groß­britanniens.

Der britische Society-Experte Patrick Handscomb erläutert, wie beide Partner von der Verbindung profitieren: "Reiche Männer sind anziehend, weil sie Macht und Einfluss haben. Und prominente Frauen verhalten sich bei gesellschaftlichen Anlässen angemes­sen, da sie darin geübt­ sind. Für viele Millionäre und Milliardäre sind sie eine Art Trophäe. Dass die so erreichte Publicity aber auch umschlagen kann, beweisen zurzeit Balthazar Getty, 33, und Sienna Miller, 26. Seit sich der Öl-Erbe, ein Familienvater mit vier Kindern, mit der Schauspielerin ver­gnügt, wird diese von vielen als "Zerstörerin einer Ehe" geschmäht.

ist Amerikaner - eher die Ausnahme im Milliardärs-Liebesspiel. Warum aber sind insbesondere Russen so begehrt? Weil an den Abramowitschs, Lebedevs und Doronins niemand mehr vorbeikommt, der international etwas gelten will. Ihre Kontakte öffnen Tür und Tor zu den erlauchtesten Kreisen. In Londoner In-Restaurants wie "The Ivy" oder dem "Cipriani’s" wird fast schon häufiger Russisch als Englisch gesprochen. Russen residieren in den vornehmen Stadtteilen Belgravia und Knightsbridge und machen Urlaub an der franzö­sischen Riviera. Sie kennen so ziemlich jeden, der etwas auf sich hält - und kaufen alles, was als luxuriös gilt. Und heute fragt niemand mehr, wie die "Nouveaux Riches" überhaupt zu so viel Geld gekommen sind.

"Es ist surreal, aber wir trauen uns nicht mehr, ihnen Objekte unter 100 Millionen Euro anzubieten", zitiert die "New York Post" einen französischen Top-Makler der Region um St. Tropez. "Die Russen sind unsere kaufkräftigsten Kunden", bestätigt Trevor Abrahamson, Chef des renommierten Londoner Maklerbüros Glentree Es­ta­tes. Er schätzt, dass die Hälfte der Häuser im Wert von mehr als 20 Millionen Euro in der britischen Hauptstadt an Russen ver­kauft wurden. Viele davon sicher auch als ein kleines Präsent für die Liebste.

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