Michael Phelps Beim Kiffen erwischt

Olympia-Goldschwimmer Michael Phelps wurde auf einer Party dabei beobachtet, wie er Drogen konsumiert. Geht seine Karriere jetzt baden?

Im letzten Jahr begeisterte Michael Phelps die Welt, als er bei Olympia acht Goldmedaillen gewann. Doch nun hat das goldene Image einen Kratzer bekommen: Die "News of the World" veröffentlichte am Wochenende ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie der Athlet an einer Bong zieht. Dieses Gerät wird gewöhnlich für das Konsumieren von Haschisch benutzt. Sein Beraterteam versuchte sogar noch, die Zeitung am Abdrucken des Bildes zu hindern.

Das Foto entstand bereits letztes Jahr im November, als Michael Phelps eine Studentenparty an der Universität von South Carolina besuchte. Ein Gast erzählte der Zeitung: "Er kannte nicht so viele Menschen auf der Party, so dass man denken könnte, er wäre eher ein wenig schüchtern. Aber er war laut, unausstehlich und trank von Anfang an ein Bier nach dem anderem." Als ihm die Bong angeboten wurde, soll er keinen Moment gezögert haben. "Er hat bestimmt vorher schon einmal Bong geraucht. Er nahm sie und ein Feuerzeug und wusste genau, was zu tun ist."

Michael Phelps reagierte prompt auf den Artikel und gestand seinen Drogenkonsum. Durch die Nachrichtenagentur "AP" und auf seiner "Facebook"-Seite ließ er eine Entschuldigung verlauten: "Ich habe mich in einer Weise verhalten, die bedauerlich ist und von schlechtem Urteilsvermögen zeugt. Trotz meiner Erfolge habe ich mit meinen 23 Jahren unangemessen gehandelt, nicht so, wie man es von mir erwarten kann. Das tut mir leid. Ich verspreche meinen Fans und der Öffentlichkeit, dass so etwas nie wieder passieren wird."

Da Cannabis auf der Doping-Liste steht, hat sich nun auch das US-amerikanische Olympische Komitee eingeschaltet. In einer Mitteilung heißt es, dass "der Ausschuss sehr enttäuscht über das Verhalten von Michael Phelps" sei. Offenbar wird der Schwimmer aber mit einem blauen Auge davonkommen: "Michael hat eingesehen, dass er einen Fehler gemacht hat und sich für sein Tat entschuldigt. Wir sind sicher, dass Michael in Zukunft als gutes Beispiel vorangehen wird, so wie man es von einem Olympiasieger erwartet."

jgl