Michael Jackson
© Getty Images Michael Jackson

Michael Jackson Gerüchte vs. Wahrheit

Michael Jackson ist tot - aber die Gerüchte um sein Leben und Sterben blühen jetzt erst so richtig auf. Was ist wahr - und was erfunden?

Über Michael Jackson gab es schon zu seinen Lebzeiten lauter Legenden. Jetzt, eine Woche nach seinem plötzlichen Tod, nehmen die Gerüchte immer ausufernde Formen an. Das US-Magazin "People" hat sich die wildestens Spekulationen um Michael Jackson genauer angeschaut und versucht, sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Gerücht Nr. 1: Ein Kindermädchen hat ihm regelmäßig den Magen ausgepumpt.
Angeblich soll Michael Jackson so viele verschiedene Drogen und Medikamente eingeworfen haben, dass seine Angestellte Grace Rwaramba ihm häufig den Magen auspumpen musste - um eine Überdosis zu vermeiden. Das berichtete eine britische Zeitung. Grace stellte klar: "Ich bin geschockt, verletzt und zutiefst traurig, dass die Presse mir solche Dinge unterstellt. Ich weiß nicht mal, wie man einen Magen auspumpt!"

Gerücht Nr. 2: Michael Jackson ist nicht der biologische Vater seiner drei Kinder
Das soll seine Ex-Frau Debbie Rowe jedenfalls in einem Interview gesagt haben. Doch ihre Anwältin nannte die Story kurz darauf eine "komplette Erfindung" und sagte, das Interview habe "nie stattgefunden". Ein weiteres Gerücht bringt Michaels Hautarzt Arnold Klein als möglichen Spender ins Gespräch. "Dr. Klein wird keine Berichte oder Anschuldigungen kommentieren", so sein Anwalt. Auffällig ist jedoch, dass Jacksons Kinder eindeutig hellhäutig sind, wohingegen Michael Jackson defitiniv als Farbiger geboren wurde. Bisher ist unklar, was wirklich an diesen Gerüchten dran ist.

Gerücht Nr. 3: Janet Jackson ist Michaels Testamentsvollstreckerin.
Angeblich soll Michaels Schwester Janet sich um die Hinterlassenschaft ihres Bruders kümmern. Doch Jacksons ehemaliger PR-Manager Stuart Backerman sagt laut "People", dass Michael im Jahr 2002 ein Testament aufgesetzt und darin einen Anwalt namens John Branca als Testamentsvollstrecker benannt haben soll.

Gerücht Nr. 4: Sein Leibarzt hat Jackson an seinem Todestag ein starkes Schmerzmittel gespritzt.
Um Conrad Murray gab es eine Menge Wirbel. Unter anderem soll er die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht korrekt ausgeführt haben. Zudem heißt es, er habe Jacko das Schmerzmittel Demerol gespritzt - was angeblich zu dem Herzstillstand geführt haben soll. Murrays Anwalt dementierte das jedoch vehement: "Zu keinem Zeitpunkt hat er es ihm gespritzt oder verschrieben." Ein Insider der Polizei von Los Angeles sagte der "L.A. Times": "Die Berichte haben ihren Ursprung außerhalb unserer Ermittlungen." Das toxikologische Gutachten soll Klärung bringen, wird aber noch Wochen dauern.

Gerücht Nr. 5: Michael wird auf seiner "Neverland Ranch" beerdigt.
Entsprechende Spekulationen reißen einfach nicht ab. Und es würde ja auch so gut passen - würde "Neverland" dann für Jackson-Fans doch das werden, was "Graceland" für Elvis-Anhänger ist. Doch sollten die Jacksons das tatsächlich in Betracht ziehen, gäbe es noch eine Menge rechtlicher Hürden zu überwinden. Denn Bestattungen auf Privatgrundstücken sind ohne Ausnahmegenehmigung nicht ohne Weiteres gestattet. Brian Oxman, ein Jackson-Anwalt, sagte zu "People", Michaels Familie denke darüber nach, aber "die logistischen Probleme" seien "enorm". Hier heißt es abwarten.

Weitere wilde Gerüchte, die wohl eher ins Reich der Fabeln gehören dürften: Michael Jackson wollte angeblich alle acht Kinder von "Octomom" als Spielgefährten für seinen Sohn Blanket adoptieren. Er soll wegen exorbitanter Schulden versucht haben, mehrere Identitäten anzunehmen, um weiterhin Kreditkarten nutzen zu können. Und in seinem Haus wurde angeblich die Heroin-Ersatzdroge Methadon gefunden.

Inmitten all der blühenden Spekulationen steht nur eines wirklich 100%-ig fest: Michael Jackson fasziniert die Menschen auch über den Tod hinaus ...

Jessica Wagener