Michael Jackson + Dr. Conrad Murray Razzia bei Leibarzt

Die Klinik von Michael Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray wurde durchsucht. Die Polizei ermittelt nun auch wegen Totschlag

Offiziell wird er nicht als Verdächtiger bezeichnet, dennoch rückt Dr. Conrad Murray, Michael Jacksons Leibarzt, offenbar immer mehr ins Visier der Ermittlungen. Am Mittwoch durchsuchten Polizeibeamte und Mitarbeiter der US-Drogenbekämpfungsbehörde seine Praxis im texanischen Houston und nahmen laut "TMZ" mehrere Unterlagen sowie eine Festplatte mit.

Murrays Anwalt Edward Chernoff bestätigte später gegenüber "CNN", dass die Beamten nach Hinweisen für eine fahrlässige Tötung oder Totschlag gesucht hätten. Er betonte jedoch auch, dass sein Mandant selbst an einer Aufklärung interessiert sei und mit den Ermittlern zusammenarbeite. Murray habe dem Popstar keine Medikamente verabreicht, die zu dessen Tod geführt hätten.

Der Durchsuchungsbefehl folgte angeblich auf die Ergebnisse einer zweiten Autopsie. Amerikanischen Medienberichten zufolge soll auch in der zweiten Untersuchung das potentiell tödliche Narkosemittel Propofol in Jackos Leiche festgestellt worden sein.

Dr. Conrad Murray war in Michael Jacksons letzten Minuten bei ihm und soll - nach eigenen Angaben - versucht haben, den "King of Pop" vergeblich wiederzubeleben. Er wurde bereits zwei Mal von der Polizei verhört und gilt offiziell als Zeuge, nicht als Verdächtiger.

Ob die Hausdurchsuchung den Beamten bei der Aufklärung von Michael Jacksons Tod hilft, wird sich noch zeigen.

jgl