Michael Jackson
© Getty Images Michael Jackson

Michael Jackson Deutsche Ärzte spritzten ihm Propofol

Ein 32-seitiges Gerichtsdokument, das am Montag in Houston veröffentlicht wurde, gibt endlich Aufschluss über die tatsächliche Todesursache von Michael Jackson. Die Spuren führen auch nach Deutschland

Nach zwei Monaten der Unsicherheit ist nun endlich klar, woran Michael Jackson wirklich gestorben ist: Nach Erkenntnissen der Gerichtsmediziner von Los Angeles war tatsächlich eine Überdosis des Narkosemittels Propofol Ursache für den Tod des "King of Pop". Das geht aus einem 32-seitigen Gerichtsdokument hervor, das am Montag (24. August) von den "Los Angeles Times" und dem Sender "CNN" in Auszügen veröffentlicht wurde.

Demnach hatte Privatarzt Conrad Murray dem unter Schlaflosigkeit leidenden Jackson über sechs Wochen hinweg täglich Propofol in hohen Dosen gegeben. Normalerweise wird dieses starke Betäubungsmittel in Krankenhäusern zur Beruhigung und Betäubung vor Operationen benutzt und erfordert eine ständige Überwachung des Patienten.

Aus Angst vor einer Abhängigkeit seines Patienten habe Murray das Mittel nach einigen Wochen in kleineren Dosierungen gespritzt und dann ganz abgesetzt, so der Arzt gegenüber der Polizei. Daraufhin habe er Jackson andere Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Valium verabreicht. In der Todesnacht habe der Sänger jedoch mehrfach nach dem Narkosemittel - seiner "Milch", wie Michael Jackson das Mittel nannte - gefragt und schließlich eine Dosis Propofol von Murray erhalten.

Statt bei seinem Patienten zu bleiben, verließ Murray für kurze Zeit den Raum. Als er wieder zurückkam, soll Michael Jackson nicht mehr geatmet haben. Wiederbelebungsversuche zeigten keinerlei Wirkung.

Angeblich war Conrad Murray nicht der erste Arzt, der Jackson Propofol spritzte. Zwei Mediziner in Deutschland hätten dem Sänger ebenfalls das Narkosemittel verabreicht. Nähere Angaben oder die Namen dieser Ärzte werden in dem Gerichtsdokument allerdings nicht genannt.

Gegen den Mediziner wird inzwischen wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. Es wurde aber noch keine Anklage erhoben.

Am 3. September soll Michael Jackson beigesetzt werden.

rbr