Mel Gibson
© Getty Images Mel Gibson

Mel Gibson Was ist bloß mit seiner Karriere passiert?

Er feierte große Filmerfolge und überstand zahlreiche Skandale. Doch seine große Zeit scheint vorbei. Das macht der frühere "Sexiest Man Alive" heute

Mit seiner Rolle als "Mad Max" startete Mel Gibson seine steile Karriere in Hollywood
News
Einst war er als "Mad Max" weltberühmt, später wurde er als "Mad Mel" verhöhnt. Nun feiert Hollywood-Mime Mel Gibson seinen 60. Geburtstag.

Was ist bloß mit seiner beispielhaften Karriere passiert? Gibsons Glanzzeiten vor der Kamera mit Hits wie "Mad Max", "Lethal Weapon" und "Braveheart" sind lange vorbei. Nicht einmal Action-Altmeister George Miller, 70, wollte ihn für "Mad Max: Fury Road" (2015) in seiner Paraderolle des wilden Kämpfers Max noch einmal anheuern. "Mel stand bei diesem Mad Max nicht zur Debatte. Er hat zu viele Probleme zu regeln und hätte die Drehs wahrscheinlich auch körperlich nicht mehr geschafft", sagte Miller im vorigen Mai der Deutschen Presse-Agentur. Gibsons Glanzzeiten vor der Kamera scheinen lange vorbei zu sein.

Was hat ihn so ruiniert?

Mel Gibson, der abgestürzte frühere "Sexiest Man Alive", wurde gestern 60 Jahre alt. Doch anders als bei seinen Kollegen gab es für Mel Gibson keinerlei Lob zum runden Geburtstag, sondern vielmehr Häme und Ratlosigkeit. Als "Mad Mel", also wahnsinniger Mel, machte der Schauspieler über die Jahre hinweg immer wieder Schlagzeilen. Mal waren es antisemitische Pöbeleien, mal Alkoholexzesse oder heftige Streitereien mit der Ex-Freundin. 2006 fuhr er sturzbetrunken Auto und verfiel bei der nächtlichen Festnahme in eine rassistische Schimpftirade. 2011 brummte ihm ein Gericht eine dreijährige Bewährungsstrafe mit gemeinnütziger Arbeit und Therapie auf, damit er seine Wutausbrüche in den Griff bekäme. Grund war ein handgreiflicher Streit mit seiner Ex-Freundin, der russischen Sängerin Oksana Grigorieva, Mutter der jetzt sechsjährigen Lucia Gibson. Aus seiner langjährigen Ehe mit der Australierin Robyn Moore hat Gibson sechs Söhne und eine Tochter.

Chance auf ein Comeback?

Gerade inszeniert er in Australien das Weltkriegsdrama "Hacksaw Ridge". Und zumindest hierbei steht er selbstsicher hinter der Kamera. "Wir machen hier einen erstklassigen Film", sagte Gibson jüngst in Australien bei den Dreharbeiten. Vorlage ist die wahre Geschichte des ersten US-Kriegsdienstverweigerers Desmond T. Doss, der für seinen Einsatz als Sanitäter während des Zweiten Weltkriegs in Japan mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde.