Martina Gedeck Oscar-Verstimmung

Die Schauspielerin wird trotz ihrer Hauptrolle bei der Verteilung der Oscar-Einladungen mit Missachtung gestraft. Sie muss zu Hause feiern

Martina Gedeck ist stinksauer. Obwohl ihr Film "Das Leben der Anderen" für den Oscar in der Kategorie "Bester ausländischer Film" nominiert ist, muss die Darstellerin der weiblichen Hauptrolle den Abend der Preisverleihung zu Hause in Berlin verbringen. Im Gegensatz zur nominierten Schauspielerin Judi Dench bleibt Martina Gedeck den Feierlichkeiten allerdings nicht freiwillig fern. Sie hat zum bisherigen Zeitpunkt schlicht noch keine Einladung erhalten.

Für die Veranstaltung in Los Angeles wurden dem Regisseur des Films, Florian von Donnersmarck, vier Tickets zugeteilt. Dieser verteilte zwei Tickets an seine männlichen Hauptdarsteller Ulrich Mühe und Sebastian Koch, Hauptdarstellerin Martina Gedeck jedoch erhielt keins.

"Herr Donnersmarck setzt Prioritäten, würde ich sagen", äußerte sich die verärgerte Schauspielerin gegenüber dem Magazin "Stern" zum Stand der Dinge. Zwar würden von dem Produzententeam 20 oder 30 Leute zur Verleihung nach Amerika fliegen, aber in diese Riege möchte sich die verstimmte 45-Jährige nicht einreihen. "Die haben da einen separaten Raum, da kommen Förderer, Produzenten, Redakteure und gucken die Oscar-Verleihung auf dem Bildschirm an. Das mache ich nicht. Ich werde nicht an einer Nebenparty teilnehmen."