Malcolm McLaren
© WireImage.com Malcolm McLaren

Malcolm McLaren Tod einer Punk-Ikone

Der frühere Manager der Sex Pistols ist tot: Malcolm McLaren starb an seinem Krebsleiden. Er verlieh gemeinsam mit Vivienne Westwood in den Siebzigern der Punkwelt Glamour

Malcolm Mclaren, der früher die Punkband Sex Pistols managte, ist im Alter von 64 Jahren in einem Schweizer Krankenhaus gestorben. Sein Gesundheitszustand habe sich plötzlich verschlechtert, sagte McLarens Sprecher Les Molloy. Er habe Lungenkrebs gehabt, heißt es bei der Nachrichtenagentur AFP, die mit seiner Freundin Young Kim gesprochen hat. McLaren sei ein großer Künstler gewesen, "der die Welt verändert hat", sagte Kim. Der Londoner Künstler war nicht nur als Manager mehrerer Bands in den Sechziger und Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts aktiv. Er machte auch selbst Musik, designte und besaß einen Klamottenladen. Den Shop für fetisch-inspirierte Kleidung in der Londoner King's Road gründete er gemeinsam mit Vivienne Westwood.

Seine Ex, die Modeschöpferin Vivienne Westwood, kennt heute noch jedes Kind - der Vater ihres Sohnes, Malcolm McLaren, hingegen ist außerhalb von Musikerkreisen ein wenig in Vergessenheit geraten. Erste Erfahrungen im Musikgeschäft sammelte McLaren, als er 1975 die Rockband New York Dolls einkleidete. Er ließ sie ganz provokativ in roten Kostümen mit Hammer und Sichel auftreten. Die Sex Pistols wurden später durch ebenso provokante Spottlieder auf die britische Monarchie bekannt. Der frühere Frontmann der Sex Pistols, John Lydon alias Johnny Rotten, erinnerte sich des Entertainers und sagte nach Agenturberichten "Ich werde ihn vermissen - und das solltet ihr auch."

Der Musik-Journalist Jon Savage, ein Spezialist der britische Szene, stellte fest, ohne Malcolm McLaren hätte es keinen britischen Punk gegeben.

cfu