Märtha Louise
© WireImage.com Märtha Louise

Märtha Louise Kontakt zu Toten

Prinzessin Märtha Louise von Norwegen bietet neuerdings Seminare an, in denen die Teilnehmer Kontakt zu Toten herstellen sollen. Dafür gibt es jetzt Ärger mit der Kirche

Prinzessin Märtha Louise hat einen neuen Berufszweig für sich entdeckt: Nachdem sich die 38-Jährige bereits als Kinderbuchautorin und Märchenvorleserin versuchte, will sie jetzt übersinnliche Seminare anbieten.

Wie die Nachrichtenagentur "dpa" berichtet, verspricht die norwegische Prinzessin ihren Landsleuten Kontakt zu Engeln und auch zu Toten herzustellen. Der norwegischen Zeitung "Stavanger Aftenblad" erklärte sie, letzteres sei in ihren Kursen problemlos möglich.

Bereits 2007 hatte Märtha ein spirituelles Schulungszentrum in Oslo gegründet. Die Kurse, in denen der angebliche Kontakt zu Toten hergestellt wird, sollen jedoch laut "dpa" diese Woche in einem Veranstaltungszentrum einer norwegischen Missionsgesellschaft stattfinden. Deren Sprecher reagierte verärgert: "Es wäre respektlos, in unseren Räumen Kontaktaufnahme mit Toten zu versuchen. Das lässt sie hoffentlich bleiben."

Deutliche Worte kamen auch von Vertretern der Kirche: Immerhin ist der Vater von Märtha Louise, König Harald V., das formelle Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Staatskirche in Norwegen. Als "Hohepriesterin aus dem Königshaus" würde sie sich aufspielen, warf ihr ein Theologieprofessor vor. Und die protestantische Bischöfin Laila Riksaasen Dahl machte deutlich: "Kontakt mit den Toten widerspricht dem Christentum".

Ob das Märtha Louise kümmert? Schließlich hat sich die Prinzessin bereits vor Jahren von ihrem Titel "Königliche Hoheit" befreit, um sich besser selbst verwirklichen zu können. Werbung für ihre Seminare hat sie jedenfalls durch den ganzen Aufruhr gratis bekommen.

sst