Madonna
© Getty Images Madonna

Madonna Wer kümmert sich um Mercy?

Madonna adoptiert die kleine Mercy aus Malawi. Aber Angestellte - nicht etwa Madonna selbst - holen das Kind ab. Und in drei Wochen geht die Sängerin für fast zwei Monate auf Tour

Madonna hat sich durchgesetzt und macht die kleine Mercy (4) aus dem afrikanischen Staat Malawi zu einem Familienmitglied. Und als solches darf sich das Mädchen schon mal an eines gewöhnen: Mamas Abwesenheit.

Zwar ließ Madonna nach der Entscheidung des Obersten Gerichts in Malawi verlauten: "Ich bin extrem dankbar. Ich bin entzückt! Meine Familie und ich freuen uns darauf, unser Leben mit ihr zu teilen." Doch es wird nicht Madonna sein, die Mercy in ihre Arme schließt und das Kind nach New York bringt: Das erledigen Angestellte.

Mercy lebt schon seit April nicht mehr im Waisenhaus. Sofort nach dem ersten, fehlgeschlagenen Adoptionsantrag ließ Madonna das Kind bei ihrer Mitarbeiterin Lois Silo in einem Luxusbungalow unterbringen. Dort wurde Mercy auf ihr neues Leben vorbereitet, lernte Englisch und westliche Manieren. Offenbar ging Madonna schon zu diesem Zeitpunkt davon aus, das Kind auf jeden Fall adoptieren zu dürfen.

So geschah es dann auch: Direkt nach der Verkündung der offiziellen Adoptionserlaubnis am Freitag (5. Juni) ließ Madonna ihre neue Tochter von einem Fahrer abholen und zu ihrem Ferienhaus der Kumbali Lodge bringen. Anschließend fliegt Mercy in einem Privatjet nach Johannesburg und von dort aus weiter nach New York, ihrem neuen Zuhause.

Dann bleiben Mercy weniger als drei Wochen mit ihrer neuen Adoptivmama - bevor die sich für sieben Wochen auf Europatour begibt. Währenddessen bleibt Mercy voraussichtlich mit ihren neuen Geschwistern Lourdes (12), Rocco (8) und David (3) in New York. Beaufsichtigt und betreut von Nannys. Ist es das, was sich Richter Lovemore Munlo vorgestellt hat, als er sagte: "In unseren Augen ist Mercy besser bei ausländischen Adoptiveltern aufgehoben, die ihr Liebe und Zuneigung geben"?

Maxwell Matewere, Mitarbeiter der Organisation "Eye of the Child Group", sagte zur "Daily Mail": "Wir freuen uns natürlich, wenn sie in ihrem neuen Leben glücklich wird. Aber wir können den Stress, dem sie bereits ausgesetzt war, nicht gutheißen."

Doch ganz gleich, ob Mercy ohne ihre Adoptivmutter in New York bleibt oder mit auf Tour geht: Das ist noch mehr Stress. Wenigstens ihre Pläne für eine Australientour hat Madonna inzwischen verworfen. Mercys leiblicher Vater James Kambewa sprach zum Abschied dann auch eine entsprechende Bitte aus: "Madonna sollte sich ernsthaft um das Kind kümmern."

jwa