Madonna
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Madonna Bleibt nur das große Schweigen

Die Ehe von Guy Ritchie und Madonna war immer schon turbulent. Doch dann kam die große Krise - und jetzt herrscht Funkstille

Schluss mit diesem ewigen "Mr Madonna"!

Guy Ritchie, 38, hat sein ungeliebtes Alter Ego einfach runtergespült, mit reichlich Bier im Pub. Seine Kumpels halfen gern - schließlich haben sie nun ihren "good old Guy" wieder. Einen echten Kerl, der nicht bloß als Accessoire seiner Ehefrau wahrgenommen wird, der kein Pantoffelheld an der Seite der Pop-Queen ist. Ein radikaler Schnitt: Diese Ehe scheint zerbrochen.

Von getrennten Betten ist die Rede, von Funkstille zwischen Guy und Madonna, 48. Wie die englische Zeitung "News of the World" berichtet, spricht das Paar privat kein Wort mehr miteinander. Die Stimmung zu Hause schwankt zwischen angespannt und unerträglich. Selbst dem Personal wurde das zu heiß: Chauffeur Marcin, Hausmädchen Eva und zwei Security-Leute kündigten ihre gut bezahlten Jobs.

Eiszeit: Madonna und Ehemann Guy Ritchie haben wir einmal Probleme
© Wireimage.comEiszeit: Madonna und Ehemann Guy Ritchie haben wir einmal Probleme

Und alle anderen Angestellten werden froh sein, wenn Madonna bald wieder nach New York fliegt, um weiter an ihrem neuen Album zu arbeiten, während Guy daheim in London den Fernsehfilm "Suspect" dreht. Endlich wieder ein vielversprechendes Projekt des Regisseurs, dem Kritiker zu Beginn seiner Karriere, als er 1998 "Bube Dame König Gras" drehte, Großes prophezeiten - und der dann irgendwann im Schatten der übergroßen Madonna verschwand.

Er tut es für die Kinder

Während seine Frau weltweit Konzerte gab und Chart-Erfolge landete, hütete er artig die Kinder Lourdes, 10, und Rocco, 6. Von diesem Randfiguren-Dasein hatte Guy Ritchie schon länger die Nase voll. "Nur der Kinder wegen" habe er stillgehalten, verriet ein Bekannter der "News of the World". Bis Madonna im April wieder mal - trotz Guys ernsthafter Bedenken - in Adoptionslaune nach Malawi fuhr.

Exakt diese Afrika-Reise war wohl der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Guy blieb in London und ertränkte seinen Ärger, feierte in Nachtclubs, schäkerte mit anderen Frauen. Sollte Madonna doch sehen, dass er bestens ohne sie auskommt. Vielleicht sogar besser...

Schon im Oktober vergangenen Jahres war Guy gegen die geplante Adoption des heute 19 Monate alten David gewesen. Es hieß damals, er wolle nicht, dass Madonna ihren Promi-Bonus ausnutze, um das Kind zu bekommen. Er wünschte sich doch einfach eine Familie, so wie sie war - und ertrug den Ärger, als dann Madonna und damit indirekt auch er mit Kritik überschüttet wurde.

Neue Adoption: Wer setzt sich durch?

Das Letzte, was Guy möchte, ist eine Fortsetzung dieses Fiaskos. Das Nächste, was Madonna will: noch ein Adoptiv-Baby. Im Laufe der sechsjährigen Ehe hat Guy nahezu alle Eskapaden ohne Proteste erduldet, meist gar mitgemacht - von Madonnas Kabbala-Wahn bis zu ihrem unbändigen Drang, die eigene Karriere voranzutreiben, auch auf Kosten des Familienlebens und auf Kosten seines Berufs. Er war eben nur "Mr Madonna". Bis jetzt.