Lindsay Lohan
© WireImage.com Lindsay Lohan

Lindsay Lohan Armreif vom Gericht

Spannende Jobs hatte Film- und Musik-Starlett Lindsay Lohan schon lange nicht mehr - dafür ist ihr Privatleben umso fesselnder: Nach einer Gerichtsanordnung am Montag muss die 23-Jährige mal wieder eine Fessel zur Alkoholkontrolle anlegen

Mit mürrischer Miene und entnervtem Augenrollen hat Lindsay Lohan am Montag (24. Mai) die Anordnungen der Richterin Marsha Revel in Los Angeles entgegengenommen: Das gefallene Starlett muss sich ab sofort wieder regelmäßigen Drogentests unterziehen, wöchentlich einen Anti-Alkohol-Kurs besuchen und erneut eine Fessel zur Kontrolle ihres Alkoholkonsums tragen. Diesmal soll es sich allerdings nicht um ein SCRAM-Gerät an ihrem Fußknöchel, sondern um ein Kontrollarmband handeln.

Nach dem absurden Hin und Her der letzten Tage war es kein Wunder, dass sich die Richterin auf keinerlei Diskussionen mit Lindsays Anwalt Shawn Chapman Holley einlassen wollte. Nachdem die Schauspielerin a.D. am Donnerstag ihren eigentlichen Anhörungstermin hatte platzen lassen - sie saß angeblich ohne Reisepass in Cannes fest, konnte dies vor Gericht allerdings nicht belegen - fand Revel nun klare Worte: "Ich kann hier gerne sämtliche Gründe ausführen, warum diese Maßnahmen absolut gerechtfertig sind. Möchten Sie das?"

Laut "radaronline.com" wird Fräulein Lohan nun nicht nach Texas fahren können, wo sie nach eigener Aussage für Film- und Fotoaufnahmen zu ihrem neuen Filmprojekt "Inferno" vor der Kamera stehen sollte. "Sie muss sich regelmäßigen Drogentests unterziehen und zwar hier und nicht in Texas, da gibt es keine Entschuldigung", so das Gericht. Zudem könne sich Lindsay mit ihrem SCRAM-Gerät nicht so weit von der Zentrale in Long Beach entfernen. Kurios: "Inferno"-Regisseur Matthew Wilder hat inzwischen gegenüber "radaronline.com" erklärt, es habe nie Pläne gegeben, in Texas zu drehen.

Ob die 23-Jährige den Ernst der Lage also wirklich erkannt hat oder sich einfach weiter an allen Regeln vorbeischlängeln will, bleibt abzuwarten. Vor ihrem Gerichtstermin hatte sie einem Video-Interview noch trotzig verkündet, sie sehe überhaupt keinen Grund, weshalb sie sich in eine Entzugsklinik oder gar ins Gefängnis begeben sollte: "[...] die einzige Person, die etwas in der Richtung vorgeschlagen hat, ist mein Vater."

Am 6. Juli muss Lindsay Lohan erneut zur Anhörung vor dem Gericht von Los Angeles erscheinen - sollte sich dann herausstellen, dass sie sich nicht an ihre Auflagen gehalten hat, ist ihr eine Gefängnisstrafe so gut wie sicher.

gsc