Liliane Bettencourt
© WireImage.com Liliane Bettencourt

Liliane Bettencourt Familienzwist um Milliarden beendet

Der Streit zwischen L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt und ihrer Tochter war schon vor Gericht - und wurde nun plötzlich beendet. Der umstrittene Freund der 88-Jährigen verzichtet auf 600 Millionen Euro

Es ging um ein Milliardenvermögen und die Frage, ob eine alte Frau noch zurechnungsfähig ist: Nun hat der Familienstreit zwischen L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt und ihrer Tochter Françoise Bettencourt-Meyers überraschend versöhnlich geendet. Wie die Nachrichtenagentur "dpa" berichtet, ließen die beiden am Montag (6. Dezember) verkünden, dass ihr Rechtsstreit beigelegt sei.

Die 57-jährige Françoise Bettencourt-Meyers verzichtet demnach darauf, ihre 88-jährige Mutter unter Vormundschaft zu stellen und zieht auch die Klage gegen den Fotografen Francois-Marie Banier zurück. Sie hatte ihn beschuldigt, ihre milliardenschwere Mutter auszunutzen. Wie die Nachrichtenagentur "afp" berichtet, unterschrieb Banier eine Verzichtserklärung auf zwei Lebensversicherungen im Wert von 600 Millionen Euro, die Liliane Bettencourt in seinem Namen abgeschlossen hatte. Er verpflichtete sich auch, in Zukunft keine weiteren Geschenke der alten Dame anzunehmen. Geschenkte Kunstwerke und Immobilien im Gesamtwert von rund 300 Millionen Euro darf der 63-Jährige jedoch behalten.

"Diese Entscheidung ist für mich eine große Hoffnung. Sie entspricht meinem Wunsch, die Familie wieder zu vereinen", erklärte Liliane Bettencourt laut "dpa". Sie trennte sich zudem von ihrem bisherigen Vermögensverwalter und will nun ihren Schwiegersohn Jean-Pierre Meyer verstärkt einbinden. Die Familie Bettencourt gilt mit einem Vermögen von 17 Milliarden Euro als reichste Familie Frankreichs. Der erbitterte Streiit um dieses Geld, der bereits vor drei Jahren begann, scheint nun endgültig beendet worden zu sein.

sst