Kultkommentator Marcel Reif

Er steigt bei Sky aus

Die Champions League wird auf Sky künftig anders klingen: Kommentator Marcel Reif verlässt den Pay-TV-Sender zum Ende der Fußballsaison

Fußball ist der TV-Sport der großen Worte. Insofern liegt es nicht fern, an diesem Tag zu sagen: Eine Ära geht zu Ende. Denn nach mehr als anderthalb Jahrzehnten wird Kultkommentator Marcel Reif ("Aus spitzem Winkel") im Frühsommer den Pay-TV-Sender Sky verlassen. Das bestätigte der 66-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Vom Sportjournalismus will er vorerst aber offenbar nicht lassen.

Er sucht neue Herausforderungen

"Nach 17 Jahren läuft mein Vertrag aus, und es ist an der Zeit, sich neuen Herausforderungen und Projekten zu widmen. Bei und mit Sky habe ich eine spannende Zeit mit vielen Höhepunkten erlebt", sagte er. "Für die Zeit danach prüfe ich in Ruhe einige Angebote. Die Rolle als Patriarch - ich habe drei Söhne und zwei Enkel - wird mich jedenfalls so schnell noch nicht ausfüllen."

Er war dabei, als in Madrid ein Tor fiel

Reif war 1999 von RTL zu Sky (damals noch Premiere) gewechselt - und prägte dort seither für viele Pay-TV-Besitzer und Freunde von Fußballübertragungen akustisch die Champions-League-Abende. Mehrfach wurde der Wahlschweizer für seine eloquenten Spielkommentare ausgezeichnet, etwa mit dem Deutschen und dem Bayerischen Fernsehpreis.

Allerdings hat Reif auch eine nicht zu übersehende Schar an Kritikern. Gerügt wird von einigen Fans unter anderem ein Hang zu allzu negativen Urteilen über die Qualität der kommentierten Spiele.

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Sowohl Freunde als auch Skeptiker können sich auf jeden Fall noch in Ruhe von Marcel Reif verabschieden. Der 66-Jährige wird nach eigenen Angaben unter anderem noch das Champions-League-Finale Ende Mai kommentieren.

Auch seinen größten Moment als Sportkommentator hatte Reif einst in der Champions League erlebt: 1998 saß er am Mikrofon, als im Bernabéu-Stadion in Madrid ein Tor umkippte und den Beginn der Partie Real Madrid gegen Borussia Dortmund um mehr als eine Stunde verzögerte. Sein süffisanter Kommentar damals: "Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan wie heute."

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