Kiefer Sutherland Der Polizei gestellt

Kiefer Sutherland hat sich am Donnerstagabend der Polizei in New York gestellt. Dem Schauspieler wird Körperverletzung in einem minderschweren Fall vorgeworfen

16 Uhr war es am Donnerstagabend (7. Mai), als sich Schauspieler Kiefer Sutherland, eingehüllt in einen dunklen Mantel, auf einer Polizeiwache in New York stellte. Daraufhin wurde der 42-Jährige sofort verhört und fotografiert und auch die Fingerabdrücke wurdem dem "24"-Star genommen. Die Anklage lautet nun: Körperverletzung. Der Modedesigner Jack McCollough wirft Kiefer vor, ihm am Dienstag (5. Mai 2009) in einem Nachtclub in Manhattan nach einem Streit einen Kopfstoß versetzt und dabei verletzt zu haben.

Als Kiefer und sein Anwalt Blair Berk das Polizeigebäude gegen 18 Uhr wieder verließen, wollte keiner der beiden die Fragen der Reporter beantworten. Der Schauspieler winkte nur einmal den Fotografen entgegen, bevor er in ein Auto stieg.

Obwohl es sich bei der Anklage wegen Körperverletzung um einen minderschweren Fall handelt, sieht es nicht gut aus für Kiefer: Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles will nämlich prüfen, ob der Zwischenfall eine Verletzung seiner Bewährungsauflagen darstellt. Der Schauspieler saß im vergangenen Jahr in Kalifornien bereits für 48 Tage im Gefängnis, weil er betrunken Auto gefahren war. Innerhalb des nächsten Monats muss Kiefer vorm "Criminal Court" in Manhattan erscheinen. Wenn er Glück hat, droht ihm nur ein Bußgeld von 750 Euro, doch möglich wäre auch eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr.

Als Zeugin soll in dem Fall eventuell auch die Schauspielerin Brooke Shields vernommen werden. Sie war ebenfalls anwesend, als es in dem Szene-Club "SubMercer" zu der blutigen Auseinandersetzung zwischen Kiefer Sutherland und dem Designer gekommen war.

Update vom 25. Mai 2009:

Nachdem sich Kiefer Sutherland öffentlich für den Vorfall entschuldigt hat, ist es inzwischen zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Kiefer und Jack McCollough gekommen. Details hierzu wurden bislang nicht bekannt.

Update vom 22. Juli 2009:

Das offizielle Verfahren gegen Kiefer Sutherland ist endgültig vom Tisch. "Nach eingehender Untersuchung sehen wir von einer Strafverfolgung ab", so die Staatsanwaltschaft in New York laut US-Magazin "People".

rbr