Kevin Russell
© Getty Images Kevin Russell

Kevin Russell Er muss ins Gefängnis

Im Prozess gegen den ehemaligen "Böhse Onkelz"-Sänger Kevin Russell ist heute das Urteil gefallen: Er muss für zwei Jahre und drei Monate hinter Gitter

Kevin Russell muss ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den ehemaligen Sänger der "Böhsen Onkelz" heute (4. Oktober) zu zwei Jahren und drei Monaten Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Russell in der Silvesternacht 2009 mit Tempo 230 und unter Drogeneinfluss einen Kleinwagen auf der Autobahn 66 gerammt und anschließend Fahrerflucht begangen hat.

Kevin Russel nahm das relativ milde Urteil gefasst auf und wollte sich nicht dazu äußern. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und vier Monate Haft gefordert. Zusätzlich zu der Gefängnisstrafe muss Russell auch seinen Führerschein für vier Jahre abgeben. Er soll während Zeugenaussagen gelacht haben und während des Plädoyers seines Anwalts laut Angaben der "Bild"-Zeitung sogar eingeschlafen sein.

Der 46-Jährige hatte kein Geständnis abgelegt und vor Gericht seine Unschuld beteuert. Die Aussagen von Augenzeugen und Gutachtern sprachen jedoch gegen den Rockmusiker. Der Ire ist bereits mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Drogenschmuggels und Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Bei dem Unfall wurden zwei 20 und 22 Jahre alte Männer schwer verletzt und konnten erst in letzter Sekunde aus dem brennenden Autowrack gerettet werden. Beide traten während des Prozesses als Nebenkläger auf.

sst