Katie Holmes
© Getty Images Katie Holmes

Katie Holmes Eine extreme Verlockung

Katie Holmes will unbedingt die Chance nutzen, die ihr eine Rolle am Broadway bietet - trotz des Kinderwunsches ihres Gatten Tom Cruise

Es ist der Stoff, aus dem

Schauspielerinnen-Träume gemacht sind: endlich einmal keine seichte Komödie, sondern eine starke Story, die einer ambitionierten Schauspielerin die Chance zur Profilierung bietet. Solch eine vielversprechende Rolle ist Katie Holmes angeboten worden. Die 32-Jährige soll den prestigeträchtigen Mainpart in dem Psychodrama "Extremities" am Broadway übernehmen, jene schwierige Rolle einer gedemütigten, misshandelten, schließlich an ihrem Peiniger sich rächenden Frau, mit der Farrah Fawcett in der Verfilmung 1986 bereits überzeugte.

Das Zeug zu dieser Rolle hat Katie allemal. Schon vor zwei Jahren schlug sie sich in ihrer ersten Broadway-Produktion "All My Sons" trotz teils hämischer Vorabpresse sehr gut und erhielt nach der Premiere durchweg wohlwollende bis begeisterte Kritiken. Mit "Extremities", das in der Saison 2011/2012 gespielt werden soll, ließe sich ihre erfolgreich gestartete Bühnenkarriere wunderbar fortsetzen. Extra-Sahnehäubchen für New-York-Fan Katie: Die Proben würden in ihrer Lieblingsstadt stattfinden. Dort könnte sie dann in ihrem geliebten Apartment in Downtown wohnen, mit Tochter Suri, 4, jeden Tag Cupcakes in der "Magnolia Bakery" naschen und ausgiebig shoppen gehen. Ein Traum.

Sie liebt das Theater, und sie liebt New York: Selten sah man Katie Holmes (mit Co-Star Patrick Wilson) so glücklich wie bei der Broadway-Premiere von "All My Sons".
© ReutersSie liebt das Theater, und sie liebt New York: Selten sah man Katie Holmes (mit Co-Star Patrick Wilson) so glücklich wie bei der Broadway-Premiere von "All My Sons".

Und: Dass sie den Spagat von der Westzur Ostküste, zwischen dem Hauptwohnsitz Los Angeles und New York, locker wuppen würde, hat sie ja schon einmal bewiesen. Zwar nicht immer zur völligen Zufriedenheit von Ehemann Tom Cruise - doch nach vier Jahren Ehe kommt er mit dem Wunsch seiner Frau nach mehr Eigenständigkeit immer besser klar.

Während er Katie früher permanent mit dem Wunsch nach einem zweiten Baby drangsalierte, steht dieses Thema momentan nicht mehr auf Platz eins der Familien-Tagesordnung. Nicht zuletzt deshalb, weil der 48-Jährige derzeit verbissen um seinen Verbleib in Hollywoods Top-Liga kämpft. Für "Mission: Impossible 4" macht er sogar die schwierigen Stunts selbst, trainiert in den Pausen wie besessen im Fitnessstudio, trinkt keinen Alkohol und achtet peinlich genau auf seinen Schönheitsschlaf. Für weitere Kinder oder die üblichen Kontrollgänge bei der Ehefrau bleibt da wenig Zeit.

Das Lange-Leine-Prinzip in der Partnerschaft funktioniert bei Tom und Katie gut, das zeigten die vergangenen Wochen. Die angebliche Trennung, die das US-Magazin "Star" jüngst groß verkündete, dementierte ein Sprecher des Paares jedenfalls sofort "als absolut falsch". Zwar verbrachten Katie und Tom in den vergangenen Monaten tatsächlich sehr wenig Zeit miteinander, aber aus gut nachvollziehbaren Gründen: Er drehte in Prag, Dubai und in Vancouver, sie in Los Angeles. Doch trotz straffer Drehpläne besuchten die beiden sich häufig spontan. So flog Katie vorige Woche mit Suri nach Vancouver und blieb dort gleich für ein paar Tage.

Ganz entspannt bummelte sie mit ihrer Tochter durch die Innenstadt, nahm sogar in einem öffentlichen Fitnessstudio an einem Spinning-Kurs teil und genoss gleich am ersten Abend ein Candlelight-Dinner mit Ehemann Tom Cruise. Wenn sie einmal zusammen sein können, so die Devise des Paars, dann soll sich jeder Abend ganz besonders anfühlen. Ob in Kanada - oder demnächst wieder in New York.

Martina Ochs, Mitarbeit: Andrea Schumacher