Katherine Jackson - Michael Jackson Wirbel um das Testament

Michael Jackson ist noch nicht beerdigt, da gibt es schon Ärger um seinen Nachlass. Seine Mutter Katherine Jackson ist mit den gerichtlich bestimmten Treuhändern nicht einverstanden

Michael Jackson hinterlässt viel: seine Kinder, trauernde Fans und Freunde, großartige Songs, sein Lebenswerk - und ein umstrittenes Testament. Laut Internetdienst "Tmz" umfasst das 2002 aufgesetzte Dokument fünf Seiten (ohne Treuhand-Unterlagen). Und die haben es in sich.

Denn davon abgesehen, dass Michael Jackson in seinem Testament nicht festgelegt hat, wo er beerdigt werden will und seine Familie sich über die richtige Ruhestätte zofft, gibt es natürlich auch Streit ums Geld.

Die zwei wichtigste Fragen: Wer bekommt wieviel - und wieviel ist es überhaupt?

Noch ist unklar, wie hoch Michael Jacksons Gesamtvermögen wirklich ist. Der Pop-Star hat ein wüstes finanzielles Chaos hinterlassen. "Das alles aufzuschlüsseln, könnte Monate dauern, wenn nicht Jahre", meint Jacksons Ex-Berater Alvin Malnik.

Einerseits soll er Schulden in Höhe von bis zu 400 Millionen Dollar angehäuft haben. "Er hat nie darauf geachtet, was er ausgab", so Malnik. Der Popstar frönte einem ausgesprochen aufwändigen Lebensstil.

Doch andererseits spült ausgerechnet Michael Jacksons Tod ordentlich Geld in die Kassen. Seine CDs sind zum Teil ausverkauft, Jackson-Souvenirs gefragt wie seit Jahren nicht. Zudem hat Michael angeblich zahlreiche Songs hinterlassen, die posthum veröffentlicht für Millionen-Einnahmen sorgen könnten - ebenso wie diverse Musikrechte (unter anderem an Beatles-Songs).

Wenig überraschend, dass jetzt jeder ein Stück vom Kuchen haben will - selbst wenn nicht klar ist, wie groß (oder klein) es sein wird. Sogar einen Gerichtstermin hat es deshalb schon gegeben. Noch vor der Trauerfeier am Dienstag (7. Juli).

Michael Jacksons Mutter Katherine hatte nach seinem Tod zunächst provisorisch eine Vollmacht für sein Vermögen erhalten. Doch Michael hat in seinem letzten Willen von 2002 offenbar den Anwalt John Branca und den Musikproduzenten John McClain als Treuhänder vorgesehen. Das Gericht sollte Klarheit schaffen.

Und das tat es: Richter Mitchell Beckloff entschied in Michaels Sinne, entzog Katherine die Vollmacht wieder und ernannte Branca und McClain zu Vermögensverwaltern. Zudem bekamen Branca und McClain umgerechnet etwa 1,2 Millionen Euro als Sofortmaßnahme, um Kosten für Anwälte und Angestellte begleichen zu können. Das Duo wird sich auch ab sofort um alle anstehenden geschäftlichen Entscheidungen kümmern.

Das gefällt Mama Jackson ganz und gar nicht. "Wir werden alles anfechten, was nicht in gutem Glauben ausgeführt wird", soll ihr Anwalt gesagt haben. Katherine Jackson hat offenbar starke Zweifel daran, dass John Branca und John McClain "die richtigen Leute" seien.

Dabei geht Michaels Mutter keinesfalls leer aus. Im Gegenteil. Sollte das Testament von 2002 letztlich als rechtsgültig und verbindlich angesehen werden, erhält sie allein angeblich 40 Prozent von Michaels Vermögen. Weitere 40 Prozent gehen an Michaels drei Kinder Prince Michael I., Paris und Prince Michael II. (genannt Blanket) und die restlichen 20 Prozent sollen wohltätigen Kinderstiftungen zugute kommen.

Das Sorgerecht für Michael Jacksons drei Kinder behält die 79-jährige Katherine Jackson jedoch - vorerst. Am 13. Juli wird über das Sorgerecht verhandelt. Und am 4. August über die Vermögensverwaltung. Dann geht der Wirbel weiter ...

jwa