Kate Middleton
© Getty Kate Middleton

Kate Middleton Englands ungekrönte Königin

Kate Middleton kann triumphieren: Nach dem Ende ihrer Beziehung mit Prinz William ist sie bei den Briten beliebter denn je. Denn mit Stil und Charme präsentiert sie sich als starke Persönlichkeit anstatt sich zu verstecken

Montags punktet sie beim Tennis,

am Mittwoch sieht man sie beim Dinner mit der Familie, und freitags tanzt Kate Middleton ausgelassen mit ihren Freundinnen im "Mahiki". Jenem Londoner Club, in dem sie oft mit ihrem damaligen Freund Prinz William, 24, feierte. Gerade einmal drei Wochen sind die beiden getrennt - William war es, der den Schlussstrich zog. Von einer jungen Frau mit Liebeskummer, an der die Öffentlichkeit jetzt erst recht ein großes Interesse hat, würde man erwarten, dass sie sich versteckt oder höchstens mürrisch in die Kameras der Paparazzi blickt. Nicht so Kate. Mit einem strahlenden Lächeln, elegant und doch gewohnt zurückhaltend, sieht man die 25-Jährige derzeit in der Öffentlichkeit. Sie präsentiert sich als resolute junge Frau, auf dem besten Weg, die Trennung schnell zu verarbeiten. Eine Strategie, die aufgeht: Man ist verrückt nach Kate.

Die Briten trauern

Für ihre Landsleute wäre sie eindeutig die "Traumprinzessin" gewesen. Und später eine ideale Königin, wie eine aktuelle Umfrage, veröffentlicht im "Sunday Mirror", beweist: 44 Prozent der Briten sahen in ihr die perfekte Monarchin, nur 9 Prozent fanden sie "unpassend". 52 Prozent gaben an, dass die bürgerliche Herkunft der Tochter des Millionärs Michael Middleton, 55, und seiner Frau Carole, 51, die eine Firma für Partyzubehör besitzen, keine Rolle bei der Trennung gespielt habe. Und 88 Prozent wünschen sich sogar, dass generell nicht die Herkunft, sondern die Liebe den Ausschlag bei einer Royal-Hochzeit geben sollte.

Dass ihre Herkunft kein Streitthema mehr ist, wird Kate besonders freuen, schließlich hatten einige Snobs aus Williams Umfeld vor allem über ihre Mutter, eine ehemalige Stewardess, gelästert. Carole Middleton verfüge nicht über die angemessene Etikette und sei eine soziale Aufsteigerin, die ihre Tochter schon immer mit dem Prinzen verkuppeln wollte, hieß es verächtlich. Der Sohn des Thronfolgers nahm sie in Schutz, doch die Kritiker verstummten erst jetzt. Denn Kate Middleton steht in wundersamer Weise über den Dingen, bewegt sich weiterhin mit traumhafter Sicherheit in den höchsten Kreisen. Besonders erstaunlich: Sie wird dort jetzt auch ohne William akzeptiert, während Society-Experten anfangs erwartet hatten, sie werde von der Gesellschaft fallen gelassen. Jetzt aber halten es viele nicht mehr für ausgeschlossen, dass ihr bald der nächste adlige Junggeselle Avancen machen wird. Weil Kate sich auch häufig mit ihrer Familie zeigt, spricht man in England angesichts des Zusammenhalts mittlerweile anerkennend vom "Team Middleton". Und die engsten Freundinnen halten sowieso zu Kate. Sie würden niemals über die Beziehung plaudern. Diskretion in Perfektion.

Diskrete Siegerin

Kate macht alles richtig. Mit großem diplomatischen Geschick geht sie - öffentlich - mit der Trennung um. Sie versteckt sich nicht, will aber auch keinen Gewinn aus ihrer Zeit mit William ziehen. Was sie durchaus könnte: Kelvin MacKenzie, ehemaliger Herausgeber der Tageszeitung "Sun", errechnete, dass sie bis zu 10 Millionen britische Pfund, etwa 14,7 Millionen Euro, verdienen könnte, würde sie geschickt mit den Medien verhandeln. Doch die studierte Kunsthistorikerin denkt überhaupt nicht daran und übt weiterhin ihren Job als Accessoire-Einkäuferin bei der Modekette "Jigsaw" aus. Kollegen vermuten, dass sie vielleicht eine Zeitlang in den USA für renommierte Kunstsammler arbeiten könnte, sollte das Interesse an ihrer Person in England weiter anhalten und es sie doch irgendwann stören.

Wo Kate auch unterwegs ist, ob beim Shoppen, im Fitness-Studio oder auf dem Dancefloor - sie macht eine gute Figur. Das ist auch eine Botschaft an William: Schau mal, was für eine tolle Frau dir entgeht! Ein Bekannter von Kate bringt es auf den Punkt: "Sie lässt sich nicht unterkriegen. Sie ist hinreißend, sehr lustig und einfach eine gute Partie. William wird sich ohne sie noch umgucken."

Damit könnte er recht haben. Obwohl William vor Kurzem in eben jenem Club "Mahiki" mit seinen Kumpels an einem Abend für 5000 Pfund auf seine "neue Freiheit" angestoßen haben soll, wirkt er in jüngster Zeit immer nachdenklicher. Unlängst war er sogar fast solo, nur in Begleitung seines Bodyguards, im Kino. Eine deprimierende Vorstellung. Dabei könnte auch er sich glücklich schätzen. Mit Kate hatte er nicht nur eine wunderbare Freundin, er hat nun auch eine diskrete Ex-Freundin, die ihm versprach, niemals öffentlich über ihn zu sprechen. Kate Middleton triumphiert. Das aber leise. Auch wenn sie England niemals offiziell regieren wird, ist sie auf dem besten Weg, eine Königin der Herzen zu werden.