Justin Bieber Bieber-Fans sind nicht zu stoppen

Als Justin Bieber auf dem Flughafen von Auckland ankam, rannten seine hysterischen Fans seine Mutter um. Auch sein Hut wurde geklaut - alles im verzweifelten Versuch, dem Teeniestar der Stunde ein Stückchen näher zu kommen.

Justin Bieber ist ein Sechzehnjähriger. Ein Sänger. Ein Teeniestar. Der bald vielleicht nur noch im Studio singen kann. Zumindest wenn er Szenen wie bei seiner aktuellen Tour durch Australien und Neuseeland vermeiden will. Bei Biebers Ankunft in Neuseeland erwarteten ihn nach Berichten der Presseagentur "Associated Press" Hunderte kreischender Fans, die auch von den Sicherheitsleuten kaum in Schach zu halten waren. Sie stürzten sich auf ihr Idol und rannten dabei seine Mutter, Pattie Mallette, um, so dass sie am Boden lag. Ungehalten twitterte Bieber hinterher: "Letzte Nacht endlich in Neuseeland angekommen. Am Flughafen verrückte Zustände. Ich bin nicht glücklich damit, dass mein Hut geklaut und meine Mama zu Boden gestoßen wurde. Echt mal, Leute."

Vorher hatte der Jungstar ebenfalls per Twitter angekündigt, am Flughafen Autogramme schreiben und Fotos mit den Fans machen zu wollen. Das fiel nach dem Vorfall aus, Sicherheitsleute und die Polizei eskortierten den kanadischen Sänger nach draußen.

Ganz ähnlich war die Situation bereits Anfang der Woche, als in Sydney ein Konzert von Justin Bieber von der Polizei abgesagt werden musste, weil im Fangedränge Tausender Teenager mehrere Jugendliche verletzt worden waren. Die schlimmste Verletzung soll eine gebrochene Knieschiebe gewesen sein, acht Patienten landeten im Krankenhaus. Rund 5000 Teenager hatten nach einem Bericht der australischen "9News" schon in der Nacht vor dem Konzertgelände "The Rocks" am Hafen von Sydney ausgeharrt und dabei gezeltet. Als Gerüchte die Runde machten, Bieber treffe früher ein, kam es zum Tumult. Die Sicherheitsvorkehrungen für Biebers Auftritte in Neuseeland sind daraufhin verschärft worden, meldet die BBC. Der Teenie machte laut "Associated Press" einen Bungeesprung von der Auckland Harbor Bridge und nahm dann an einer Musikstunde der "Strathallan High School" teil, der sich ein Minikonzert für die Schüler anschloss.

Auch im November 2009 kam es im Vorfeld einer geplanten Autogrammstunde in einem Einkaufszentrum in Long Island, New York zu solch einem Massenandrang jugendlicher und meist weiblicher Fans - oft als "Bieberettes" tituliert -, dass die Veranstaltung abgesagt wurde.

Ausgerechnet Biebers jetzt in Mitleidenschaft gezogene Mutter war es, die den ersten Anstoß für die Karriere des kleinen Herzenbrechers gab: Sie lud einige Aufzeichnungen von Justins Auftritten bei lokalen Talentwettbewerben bei Youtube hoch. Nach dem Flughafen-Vorfall bekundete auch sie via Twitter, dass sie unverletzt sei. Beim nächsten gemeinsamen Auftritt wird Justin Biebers Mutter ihrem Star-Sohn vielleicht vorsichtshalber mit einem Sicherheitsabstand folgen.

cfu