Johnny Depp
© Wireimage.com Johnny Depp

Johnny Depp Die Nachbarn hören schon was läuten

Erstmals redet Johnny Depp öffentlich über die schwere Krankheit seiner Tochter. Ein Drama, das am Ende die ganze Familie zusammenschweißte

Er könne die "gewaltige Angst"

immer noch kaum fassen, sagt er. Selbst jetzt, wo alles durchgestanden und die Tochter Gott sei Dank wieder kerngesund sei. Neun Tage lang bangten Johnny Depp, 43, und seine Frau Vanessa Paradis, 34, am Krankenbett um das Leben von Lily-Rose. Als die Siebenjährige im März in London auf der Intensivstation lag - akutes Nierenversagen nach einer Infektion mit Coli-Bakterien. Ein harter Kampf war das. Für die kleine Patientin, für die Ärzte und natürlich für die Eltern, die sich ebenfalls in einem kritischen Zustand befanden: irgendwo zwischen Machtlosigkeit und Verzweiflung. "Nicht unsere eigene Kraft war am Ende ausschlaggebend dafür, dass wir diese schwere Zeit überstanden haben", vertraute Depp nun der englischen Zeitung "Mirror" an. "Unsere Tochter mit ihrer unfassbaren Stärke hat uns aufgebaut, obwohl es ihr selbst so schlecht ging." Worte eines erleichterten, aber auch nachdenklich gestimmten Vaters.

"Mir ist einiges noch bewusster geworden", resümiert der Hollywood-Star. "Etwa, wie glücklich man darüber sein muss, dass man atmen, gehen, sprechen und mit seinen Liebsten zusammen sein kann." Und die Liebsten genießen bei Johnny Depp natürlich die oberste Priorität. Als ihn der Notruf wegen der Erkrankung von Lily-Rose am Set des Films "Sweeney Todd" erreichte, ließ der Schauspieler alles stehen und liegen, eilte sofort zu seinem Kind. Und er stellte sich erst dann wieder vor die Kamera, als es mit der Gesundheit des Mädchens erkennbar aufwärts ging. Eine unfreiwillige Pause, die dann wiederum die Produktion ins Chaos stürzte.

Das Privatleben ist ihm heilig

Seit Jahren ein glückliches, unverheiratetes Paar: Johnny Depp und Vanessa Paradis
© GettySeit Jahren ein glückliches, unverheiratetes Paar: Johnny Depp und Vanessa Paradis

Ein Extremfall, natürlich. Allerdings hat Depp schon häufiger die Filmbosse erstaunt, weil er lukrative Rollen ablehnte, um mehr Zeit mit Lebensgefährtin Vanessa, Lily-Rose und seinem fünfjährigen Sohn Jack verbringen zu können. Zuhause in Südfrankreich, wo er seit einigen Jahren in dem Dorf Plan de la Tour wohnt. Weit weg vom Hollywood-Trubel, abgeschirmt vor neugierigen Blicken. Das Privatleben ist ihm heilig. Seinen Erfolg als Captain Jack Sparrow in "Fluch der Karibik" - der dritte Teil läuft nächste Woche in den deutschen Kinos an - sieht er pragmatisch.

"Der Job erlaubt mir und meiner Familie ein gesichertes, angenehmes Leben", stellt Depp klar. "Davon haben meine Kinder etwas und später hoffentlich deren Kinder." Wie die Zeitung "Daily Mail" berichtet, soll Johnny Depp, angetrieben durch den Schicksalsschlag, nun sogar einen großen Schritt planen: den Gang vor den Altar nach acht Jahren wilder Ehe. Nachbarn aus Plan de la Tour haben verraten, dass sich das prominente Paar in diesem Sommer in der Dorfkirche das Ja-Wort geben wolle. Wenn dann die Hochzeitsglocken läuten, wäre es das große Happy End eines Familiendramas.