John Travolta
© WireImage.com John Travolta

John Travolta "Wir versuchten, ihn wiederzubeleben"

Während des Prozesses gegen die Erpresser, die sich nach dem Tod seines Sohnes bereichern wollten, sagt John Travolta selbst im Verfahren aus und spricht über die genauen Todesumstände

Seit Montag (21. September 2009) stehen die Erpresser vor Gericht, die von John Travolta und seiner Frau 20 Millionen Euro nach dem Tod ihres Sohnes forderten. Travolta und seine Ehefrau Kelly Preston sind seit Beginn des Prozesses auf den Bahamas, dem Ort, an dem ihr Sohn während eines Urlaubes im Januar starb und der Schauspieler bringt in der Anhörung genaue Details über die Todesumstände seines Sohnes Jett ans Licht.

"Mein Sohn war autistisch und litt alle fünf bis zehn Tage an Anfällen", so der Schauspieler vor Gericht - es war das erste Mal, dass er öffentlich zugab, dass sein Sohn ein Autist war.

Am Morgen, an dem der 16-Jährige starb, wurde er vom Kindermädchen geweckt, das an seine Schlafzimmertür hämmerte. Als er ein Stockwerk zu Jett hinunter lief, waren diverse Angestellte schon da. "Ich nahm die Position einer anderen Nanny ein und versuchte ihn wiederzubeleben während meine Frau den Kopf unseres Sohnes in ihren Händen hielt."

Der Krankenwagen, der sofort gerufen wurde, war erst 40 Minuten später vor Ort. Der erste Zeuge, ein Polizist, sagte aus, dass John Travoltas erster Wunsch gewesen sei, den Jungen nicht in ein Krankenhaus sondern direkt zum Flughafen zu bringen. Der Sanitäter gab Travolta daraufhin ein Dokument über seine Verantwortung, den Sohn nicht sofort in ein Krankenhaus bringen zu lassen, was er unterschrieb ohne es genau durchzulesen. Während der Fahrt änderte der Schauspieler allerdings sein Vorhaben, sein Sohn wurde ins Krankenhaus gebracht.

Mit diesem Dokument und anderen privaten Informationen, angeblich soll der Sanitäter ein Foto des sterbeneden Jungen gemacht haben, wurden John Travolta und Kelly Preston nach dem Tod ihres Sohnes um rund 20 Millionen Euro erpresst.

Nun wird versucht zu klären, wie es dazu kam, dass der sterbende Jett letztendlich doch ins örtliche Krankenhaus kam. Unklar ist auch noch, warum die mutmaßlichen Erpresser meinten, dass Travolta und seine Frau das Dokument lieber unter Verschluss halten wollten.

Neben dem Sanitäter ist auch noch die ehemalige Senatorin der Bahamas angeklagt, sowie der Tourismusmanagager der Insel.

Hand in Hand erschien das Ehepaar im Gerichtssaal. Ein Beobachter sagte John Travolta und Kelly Preston seien sehr anmutig und stark gewesen.

dla