John Stamos
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John Stamos Erpresser vor Gericht

Ein Pärchen, das Schauspieler John Stamos mit Fotos erpresst haben soll, steht in Michigan vor dem Richter. Thema ist dabei aber auch, dass Stamos versuchte, eine 17-Jährige zu verführen

Ist hier auch sein Privatleben Verhandlungsgegenstand? Schauspieler John Stamos ("Emergency Room") wird in einem Prozess aussagen, der Montag (12. Juli) in Marquette, Michigan begann. Allison Coss und Scott Sippola werden beschuldigt, den Star, den sie seit 2004 kennen, erpresst zu haben. Sie sollen ihm Fotos, die ihn mit Kokain und Strippern zeigen, gegen die Zahlung von 680.000 Dollar (540.000 Euro) angeboten haben. Das berichtet die Agentur "Associated Press".

Die Anwälte des Paares sehen in dem Vorgang, anders als die Staatsanwaltschaft, keine Erpressung. Es sei nur ein Kaufangebot gewesen, nichts illegales. Aus Gründen der Fairness hätten Coss und Sippola Stamos erst die Bilder anbieten wollen, bevor sie damit bei Magazinen hausieren gingen. Zu sehen geben wird es die besagten Fotos allerdings im Prozess nicht - sie sind verschwunden. Verloren vom FBI während einer Hausdurchsuchung, behaupten die Angeklagten, und wittern eine große Verschwörung, die den Hollywood-Star beschützen soll. Auch deswegen ist es ein großer Streitpunkt, welche Fakten in den Prozess eingebracht werden dürfen und welche nicht.

Zum Beispiel der Vorwurf von Coss und Sippola, John Stamos habe sich an die damals 17-jährige Allison Coss herangemacht und versucht, sie zu Oralsex zu überreden. Eine Tat, die in Florida bei diesem Altersunterschied unter Strafe steht. Stamos bestreitet den Vorfall. "Gawker.com" berichtet, dass der Richter die Verteidiger zwar dazu angehalten habe, diese Thema in der Zeugenvernehmung ruhen zu lassen. Diese brachten es aber schon in ihrer Eröffnungsrede unter. Argument der Verteidigung: Nur so könne man auch die Glaubwürdigkeit. Eine Aussage von jemandem wie Mutter Teresa sei immerhin eher ernstzunehmen als eine von jemandem wie Lindsay Lohan, zitiert AP den Anwalt von Allison Coss, Frank Stupak Jr. Staatsanwalt Maarten Vermaat hingegen spricht nach AP-Angaben davon, dass die Verteidigung es nur darauf angelegt habe, John Stamos in schlechtem Licht dastehen zu lassen.

Eine Geschichte, die auch direkt aus einer TV-Serie stammen könnte. Hätte John Stamos nicht gerade gerüchteweise einen Vertrag für die erfolgreiche Musical-Serie "Glee" unterschrieben, würden die TV-Sender schon Schlange stehen.

cfu