Jörg Kachelmann
© Getty Images Jörg Kachelmann

Jörg Kachelmann Urteil erst 2011

Nach knapp einwöchiger Verhandlungspause wurde der Prozess um Jörg Kachelmann am Montag fortgesetzt. Das ursprünglich für Ende Dezember angesetzte Urteil wird voraussichtlich erst Anfang 2011 gesprochen

Ein Ende des Prozesses gegen Jörg Kachelmann wird nicht vor 2011 erwartet. "Das Gericht fragt außerordentlich gründlich und detailliert. Das kostet Zeit. Ich gehe nicht davon aus, dass wir 2010 noch fertig werden", sagte Anwalt Birkenstock laut "Bild". Offiziell ist der Prozess vor dem Landgericht Mannheim bis 21. Dezember eingeplant. Am heutigen Montag (8. November) wurde der Prozess nach einwöchiger Pause im Mannheimer Landgericht fortgesetzt. Als Zeugin sagte eine Ex-Freundin von Kachelmann aus. Die 23-Jährige soll laut früheren Medienberichten am Morgen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung mit dem Angeklagten telefoniert und ihn als aufgewühlt beschrieben haben. Somit könnte ihre Aussage Jörg Kachelmann belasten.

Wie schon in den vorangegangenen Verhandlungen wurde auch heute die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Als Grund nannte Richter Michael Seidling, dass bei der Vernehmung neben biografischen Fragen auch "sexuelle Gewohnheiten" des Angeklagten und der Zeugen zur Sprache kämen.

Am Nachmittag wird eine weitere Ex-Freundin des Moderators als Zeugin in den Zeugenstand gerufen. Am kommenden Mittwoch (10. Oktober) sollen noch einmal drei Frauen aussagen. Danach ist eine Pause bis zum 1. Dezember angesetzt.

Trotz Verhandlungspause hatte Jörg Kachelmann auch in der vergangenen Woche die Schlagzeilen dominiert. Grund dafür war ein Interview mit der "Bild"-Zeitung, in dem Kachelmann das Ende seiner TV-Karriere ankündigte.

Jörg Kachelmann wurde im deutschen Fernsehen als Wettermoderator bekannt. Seit dem 6. September dieses Jahres muss er sich wegen des Vorwurfs der schweren Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.

aze