Jermaine Jackson Posthum-Preis für Michael

Jermaine Jackson nahm in Österreich einen "Save The World Award" stellvertretend für seinen toten Bruder Michael Jackson entgegen

Sein Herz hat schon vor einem Monat aufgehört zu schlagen, aber seine Großzügigkeit ist vielen unvergessen: Am Freitag wurde Michael Jackson für sein humanitäres Engagement in Österreich posthum mit dem erstmals verliehenen "Save the World Award" ausgezeichnet. Sein Bruder Jermaine Jackson nahm den Preis entgegen - und war sichtlich bewegt.

"Ich fühle mich sehr geehrt, hier zu sein. Aber ich bin gleichzeitig auch sehr traurig. Mein geliebter Bruder ist nicht hier, um diesen Preis entgegenzunehmen - von dem ich weiß, dass er ihm sehr viel bedeuten würde", so Jermaine in seiner Ansprache. "Die Welt hat einen großen Humanisten verloren."

Ähnliches hatte Jermaine zuvor auch in einem Interview mit dem französischen Fernsehen bekräftigt: "Michael hat sterbenden Kindern in Krankenhäusern Freude gebracht und Leuten, die es sich nicht leisten konnten, die Arztrechnungen bezahlt. Er ist die Nummer eins unter den Wohltätern der Welt", sagte Jermaine Jackson und kämpfte mit den Tränen.

Auch zu dem Wirbel um das Sorgerecht und das Testament äußerte sich Jermaine vor der Kamera: "Das Testament ist, was es ist. Es ist von meinem Bruder. Das ist der Weg, wie er es gemacht hätte. Meine Mutter bekommt das volle Sorgerecht für die Kinder und es wird ihnen gut gehen. Sie sind auch jetzt gerade bei meiner Mutter. Jeder, der versucht dieses Testament anzufechten, geht gegen Michaels Wünsche. Er hat es unterzeichnet und wir haben es ebenfalls unterzeichnet."

Wenn es nach Jermaine gegangen wäre, dann würde Michael Jackson seine letzte Ruhe auf der "Neverland"-Ranch finden: "Ich war total dagegen, meinen Bruder nach 'Forest Lawn' zu bringen. Ich habe dafür gekämpft, ihn nach 'Neverland' zu kriegen. Das ist seine Arbeit, seine Fantasie. Und ich habe einfach das Gefühl, dass er dorthin gehört."

Selbst wenn sich Jermaine Jackson durchgesetzt hätte: Eine Bestattung auf der "Neverland"-Ranch wäre kompliziert, da in Kalifornien hierfür eine Sondergenehmigung notwendig ist. Bevor Michael Jackson jedoch überhaupt beerdigt wird, soll der vollständige Autopsiebericht abgewartet werden.

jwa