Jennifer Aniston
© Getty Jennifer Aniston

Jennifer Aniston Für Männer nicht das richtige Händchen

Jennifer Aniston findet einfach nicht den Mann fürs Leben. Auf der Suche nach der großen Liebe wurde sie erneut schwer enttäuscht

Dass er irgendwann Reißaus nehmen würde,

war spätestens klar, als sie die Wickeltische erreichten. Dabei wollte Jennifer Aniston bei ihrem Bummel durch Los Angeles nur kurz in diesen Laden für Babysachen reinschauen. Verzückt wühlte sich die 38-Jährige durch das Strampler-Sortiment, während Paul Sculfor, 36, neben ihr ein Gesicht zog, als hielte sie ihm benutzte Windeln unter die Nase. Fast ange­ekelt wirkte er. Und panisch. Wie ein Womanizer sich halt fühlt, wenn ihm eine Zukunft mit Breichen und Bäuerchen derart anschaulich vor Augen geführt wird. Familie, Kinder, besabberte Dior-Anzüge - für einen wie Sculfor ganz bestimmt eine grauenhafte Vorstellung.

"Achtung Jen, dieser Kerl ist ein Lady-Serienkiller", hatten Freunde schon damals gewarnt, als Hollywoodstar Aniston sich Anfang des Jahres in den Briten verguckte. Ein Typ wie aus der Diät-Cola-Reklame. Gestählt, sexy, charmant obendrein. Von Beruf Dressman mit echter Boxer- und Bauarbeiter-Vergangenheit. Die Personifizierung animalischer Frauenfantasien. Noch dazu Jennifers Ex Brad Pitt wie aus dem kantigen Gesicht geschnitten. Auf den ersten Blick ein echter Traummann, der sich für Jennifer Aniston - nach der Enttäuschung mit Vince Vaughn - doch nur wieder einmal als "Mr. Wrong" entpuppte. Kaum hatte sie ihm den Schlüssel zu ihrer Villa in Malibu in die Hand gedrückt, war es auch schon vorbei mit der Liebe.

Paul hatte plötzlich genug! Genug vom dringlichen Kinderwunsch, genug vom Versteckspiel vor den Paparazzi. Das jedenfalls behauptet seine Ex-Freundin und mittlerweile enge Vertraute Lady Victoria Hervey in der englischen Presse. "An der Seite von Jennifer war er ständig im Fernsehen", bedauert Lady Victoria, die selbst keine Gelegenheit auslässt, sich auf die TV-Screens zu drängen. Sei es auch nur mit Geschichten über Paul, ihren Verflossenen. "Wahrscheinlich", analysiert sie, "hat er den Druck und das Aufsehen um seine Person nicht ausgehalten." Wurde ihm der Rummel tatsächlich zuviel? Von wegen, erbost man sich im Lager Anistons. Genau das Gegenteil sei der Fall. Bis die eigene Karriere richtig in Schwung kam, habe sich das männliche Model in Jennifers Erfolg gesonnt. Und ordentlich davon profitiert. Fest steht: Seit Paul Sculfor als Freund der Hollywood-Schönheit bekannt wurde, kann er sich vor Aufträgen kaum retten: Werbung für Levi's Jeans, Versace, etliche Magazin-Cover, Fernsehspots. Nicht zu vergessen, die vielen neuen Kontakte in der High Society. "Paul ist süchtig nach Ruhm", schimpft David Arquette, der sich nun zusammen mit seiner Frau Courteney um Freundin Jennifer kümmert, sie tröstet, ihr versichert, dass Paul sowieso niemals der Richtige gewesen wäre. Kein liebevoller Daddy - und Ehemann schon gar nicht.

Dieser Sonnyboy, der sich am liebsten das Surfbrett unter den Arm klemmt, um dann den Strand entlang zu gockeln. Immer auf der Suche nach hübschen kalifornischen Girls. Momentan sieht man ihn oft zusammen mit Clare Staples, 39. Einer herben Blondine, die kürzlich gleich doppelt Schlagzeilen machte: Wegen ihres Buchs "Alles was ich über Männer weiß, habe ich von Hunden gelernt"; und weil sie Sänger Robbie Williams für eine Nacht mit Beschlag belegte. Gern zeigt sich Paul auch an der Seite von Victoria Beckham. Er kennt sie noch aus Londoner Tagen. Damals, als er mit ihrer Visagistin liiert war und danach mit George Clooneys Ex-Freundin Lisa Snowdon anbändelte. Damit ist aber nur ein Bruchteil seiner Affären erwähnt. Bevor Paul nach Amerika ging, soll er zu Hause in England sogar damit geprahlt haben, dass er sich in den Staaten ein reiches Mädchen angeln wird. Jennifer Aniston muss für ihn ein großer Fang gewesen sein. Eine Art Trophäe, die man zwar mühsam erobert, sie aber auch wieder fallen lässt, sobald es lästig wird. Zuletzt sahen sich beide kaum noch, weil Paul ständig unterwegs war, meist in Europa arbeitete. Jennifer dagegen hatte sich extra Ruhe gegönnt, um sich intensiv ihrer Beziehung zu widmen. Vergeblich. Das alles ist jetzt vorbei.

Jennifer stürzt sich in ihre Arbeit. Sie will sich ablenken. Ende August stellt sie beim Palm-Springs-Kurzfilmfestival ihr Regie­debüt "Room 10" vor. Gleich danach sollen laut Kino-Magazin "Hollywood Reporter" die Dreharbeiten der Komödie "He's Just Not That Into You" beginnen. Dort spielt Jennifer an der Seite von Drew Barrymoore übrigens eine Frau, deren Freund sich weigert, sie zu heiraten und Reißaus nimmt.