Jennifer Aniston

Miss Perfect macht sich locker

Dieser Sommer könnte der Wendepunkt im Leben von Jennifer Aniston werden. Nicht zuletzt dank Gerard Butler

Jennifer Aniston

Glühende Hitze liegt über New York,

auch am Filmset in Queens ist kein Lüftchen zu spüren. Der offene Oldtimer parkt drehbuchgerecht in der prallen Sonne. "O Baby, ich bin so heiß", witzelt Gerard Butler, dem eine Maskenbildnerin gerade zum x-ten Mal das glänzende Gesicht abzupudern versucht.

Jennifer Aniston

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Juli 2011

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Jennifer Aniston neben ihm auf dem Beifahrersitz prustet los - was ihr einen strengen Blick von Regisseur Andy Tennant einbringt. Mit diesem Duo, das bemerkte er schon am ersten Drehtag von "Bounty Hunter", würde er es schwer haben: Die beiden verstehen sich einfach zu gut, albern herum wie Teenager. Hollywoods Miss Perfect, die stets überkorrekte Jennifer, scheint an der Seite ihres 39-jährigen kernigen Kollegen ein anderer Mensch geworden zu sein. Plötzlich überzieht sie sogar - gemeinsam mit ihm - die Pausen, schlendert dann auch noch provozierend langsam vom Wohnwagen zurück an den Set.

Dass Butler nicht gerade ein Musterknabe ist, weiß man. Gerade musste er sich sogar juristisch verantworten, weil er einen aufdringlichen Paparazzo geohrfeigt habensoll. So weit wird Jennifer ihn vermutlich nie kopieren, aber seine Nachhilfestunden in der Kunst des Lockerlassens tun ihr sichtlich gut.

Wenn die beiden Witze erzählen, trumpft der Schotte zwar immer noch mit den deftigeren Zoten auf. Doch beim spritzigen Wasser-Wettrinken gegen seine amerikanische Kollegin kann er einpacken. Dass sich hier ein Dreamteam gefunden hat, fiel auch der Set-Crew bald auf. "Die Chemie stimmt", berichtet ein Mitglied des Teams. Kennengelernt hatten sich Jennifer und Gerard schon vor einer Weile. Voriges Jahr beim Toronto Film Festival wich er ihr kaum von der Seite, damals kursierte das Gerücht von einer heißen Affäre. Und bei den "Oscars" 2009 ließ sie sogar ihren damaligen Lover John Mayer für ein ausgiebiges Gespräch mit ihm stehen.

Auch ihre jüngste Liebespleite mit Bradley Cooper scheint auf einen Schlag vergessen - der hatte eine Liaison geradezu beleidigend mit den Worten "Wir haben wirklich, wirklich nichts miteinander" dementiert und sich demonstrativ mit Renée Zellweger gezeigt. Dieser Sommer mit Gerard ist so ganz anders. Ungezwungen quatschen, keine Probleme wälzen, die lauen Abende nach Drehschluss genießen, bei einem Bier zusammen abhängen - das Leben kann so schön sein!

Auch am Set ihres neuen Films "The Baster" wirkt Jennifer Aniston fröhlich und ausgelassen

Auch am Set ihres neuen Films "The Baster" wirkt Jennifer Aniston fröhlich und ausgelassen

Jennifer Aniston scheint in diesen Wochen zu erkennen, dass eine Freundschaft mit einem attraktiven Mann nicht zwangsläufig in eine Beziehung münden muss. Grundsätzlich war ihr das schon länger klar, wie sie vor einiger Zeit in einem Gespräch mit Gala andeutete: "Wir alle wollen einem Masterplan folgen. Aber früher oder später kommt man an einen Punkt, an dem man diese Pläne ändern oder über den Haufen werfen muss." Die Theorie in die Praxis umzusetzen, fiel ihr allerdings bislang schwer. Bis der unkomplizierte Butler kam. Er verkörpert alles, wonach sie sich insgeheim vielleicht sogar noch mehr als nach einer festen Bindung sehnte: Spaß. Abwechslung. Hemmungslosigkeit. Puren Genuss.

Dieses kostbare Feeling will Jennifer Aniston in ihren Alltag hinüberretten. Nach dem Dreh von "Bounty Hunter" in New York fliegt sie zurück nach Los Angeles. Planziel: Easy Living. Wellenreiten ist dann angesagt, mit Hundemischling Norman über den Strand jagen, Yoga-Sessions mit ihrer Trainerin und Freundin Mandy Ingber. Dates?­ Muss nicht sein. Gegen Abend, nach dem Surfen, trifft sich ihre Clique zum Cocktail bei Courteney Cox Arquette, außerdem sind diverse Freundinnen-Kurztrips nach Mexiko angedacht.

Zudem pflegt Jen neuerdings ein weiteres Genießer-Hobby. "Sie hat sich eine Küche mit allen Schikanen einbauen lassen, kocht hervorragend und backt grandiose Torten", erklärte ein Freund dem Online-Portal "limelife.com". Ihre Köstlichkeiten serviert sie der Clique am liebsten auf der Terrasse, dort stehen die Loungesessel immer bereit. Überall frische Perspektiven -nicht nur privat. Auch beruflich will Jennifer neue Wege gehen, sich so bald wie möglich hinter der Kamera ausprobieren. "Ich brauche Herausforderungen in Sachen Kreativität. Ich kann es gar nicht abwarten, bis ich das richtige Projekt für mich gefunden habe", sagte sie. Und das richtige Projekt, so viel steht fest, muss nicht mehr unbedingt die große Liebe sein.

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