Jennifer Aniston

Alles wieder auf Anfang

Gerade wirkte Jennifer Aniston noch so glücklich mit John Mayer - sogar das ersehnte Baby und eine Hochzeit schienen zum Greifen nah. Doch jetzt ist alles vorbei. Was ist passiert?

Sachte lässt er sich ins Wasser ­gleiten. Dort hat sich bereits eine hübsche Brünette im knappen Bikini lasziv in Position gebracht. "Hey Baby, komm rüber zu mir", ruft John Mayer. Aufgeregt schwimmt ihm das Mädchen entgegen und quietscht erwartungs­gemäß laut, als er sie gleich darauf nass spritzt. Wenig später ver­schwindet das Pärchen 25 Minuten lang mit unbe­­kann­tem Ziel auf dem Hotelgelände; erst danach lässt sich Mayer, eine Zigarre zwischen den Lippen und ein ­Bade­handtuch lässig um die nackten Hüften geschlungen, wieder bei seinen feixenden Freunden blicken. Glücklich sieht er dabei nicht aus.

Ursprünglich sollte ja auch kein x-beliebiges Girlie im lauwarmen Pool der Hotelanlage im mexikanischen Los Cabos mit ihm plantschen, sondern Jennifer Aniston. Doch die Zeiten gemeinsamer Wasserspiele sind ­endgültig vorbei: Jennifer cancelte den Trip kurzfristig - und gab ihrem Lover gleichzeitig den Laufpass. "Sie findet John sehr lustig, sexy und unglaublich talentiert. Sie mag ihn wirklich gerne und dachte, er könnte der Richtige sein", erklärte ein Freund der Schauspielerin der Zeitung ­"Chi­ca­go Sun-Times". Trotzdem: "Seine ewige Herum­flirterei ist sie endgültig leid", erläutert die Quelle den wirklichen Grund für das plötzliche Aus. John Mayer, der sich am ­vergangenen Wochenende in New York zur Trennung äußerte, hat eine andere Version parat: "Es gab weder Lügen noch Betrug", sagte er. Und weiter, in Anspielung auf Jens Babywunsch: "Ich wollte ihre Zeit nicht ­verschwenden, als ich gemerkt habe, dass es nicht das Richtige ist." Tatsächlich war der Sänger für Jennifer Aniston wohl nicht die beste Wahl. Schließlich konnte der ­bekennende Womanizer anderen Frauen nicht ­einmal in den knapp vier Monaten an ihrer Seite widerstehen. Ein ­intensiver Kuss hier, eine innige Umarmung da - sein Standardprogramm für weibliche Fans spulte er auf seiner Konzerttour trotz Beziehung ab. Daran änderten auch Jens Eifersuchtsattacken wenig: "Ich habe im Traum mit einer anderen Frau ­herumgemacht", heizte er seinen zahllosen ­Anhängerinnen bei einem Auftritt in Kalifornien sogar noch ­zusätzlich ein. Wäre es doch nur beim Träumen geblieben. Mayer habe während der Tour mit ­einer Cocktailkellnerin und ­einer Promotion-Assistentin angebandelt, meldet Perez Hilton auf seiner Internetseite. Und das, obwohl Freundin Jennifer ihn extra die meiste Zeit beglei­tete. Oder besser gesagt: im Auge behielt.

Jennifer Aniston

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Auf die Rolle des ewigen Wachhundes hat die 39-Jährige nun offenbar keine Lust mehr. Nicht einmal für den Traum von einer ­eigenen Familie, der mit John Mayer eine Zeitlang in greifbare Nähe gerückt schien. Schließlich teilte er ihre Vision vom trauten Zusammenleben durchaus - zumindest in den ersten Wochen ihrer Beziehung: "John wollte es ­sogar ernsthaft mit Monogamie versuchen", beteuert ein Insider aus seinem Band-Umfeld gegenüber dem US-Blatt "Star". Die guten ­Vorsätze umzusetzen gelang ihm jedoch ­nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Mayer es mit dem Elternwerden längst nicht so eilig ­hatte wie Jennifer Aniston. "Wenn die beiden über Heirat und Kinder geredet haben, ging das immer nur von ihr aus", sagte ein Freund der ­beiden nach der Trennung zum US-Magazin "Life & ­Style". Ihr sanfter, aber be­harrlicher Druck in die ­gewünschte Richtung habe ihm, dem ­Freigeist, mehr und mehr ­zugesetzt, so der Vertraute weiter. "Ich fühle mich ein­geengt, ich brauche mehr Freiheit", habe der Rockstar noch vor Kurzem geklagt. Die kann er nun wieder ohne Anhang genießen.

Während er sich in Mexiko in typischer Männermanier über das Ende der Episode Jen hinwegtröstete, trauerte sie im heimi­schen Los Angeles auf weit unauffälligere Weise. Demonstrativ gut gelaunt zeigte sich die Schauspielerin beim Ein­kaufs­bummel in diversen Geschäften, kaufte unter an­derem einen neuen Spiegel für ihr Haus, wie sie der Verkäuferin erklärte, und traf sich mit ihrer besten Freundin ­Courteney Cox Arquette zur Happy Hour.

Vor allem aber ­besuchte sie mehrfach ihre "Friends"-Kollegin Christina Applegate, die derzeit einen weit schwereren Schicksalsschlag als sie selbst verkraften muss: Sie leidet, wie vor wenigen Wochen bekannt wurde, an Brustkrebs. "Christina ist gerührt, wie sehr sich Jennifer um sie kümmert", freute sich eine Freundin gegenüber dem US-Blatt "Globe". Schließlich weiß Jennifer Aniston mittlerweile selbst nur zu gut, was echte Freunde in schwierigen Zeiten wert sind.

Auf die kann auch sie jetzt zählen. Laut Perez Hilton bat sie direkt nach dem Schlussstrich einen guten Freund, umgehend neue Dates für sie zu arrangieren. Soviel Pragmatismus überrascht - und erscheint doch logisch. Auf der Suche nach dem Richtigen hat Jennifer Aniston schließlich keine Zeit zu verlieren. Monatelang einer verlorenen Liebe nachgrübeln, gönnt man sich vielleicht mit Mitte 20 - aber nicht, wenn man wie sie Anfang nächsten Jahres den 40. Geburtstag feiert. Fast schon tragisch mutet an, dass selbst ihre besten Freundinnen mittlerweile davon überzeugt sind, dass die Schauspielerin am Scheitern ­ihrer Beziehungen zu einem Gutteil selbst schuld ist. Die Ungeduld, mit der sie jeden Lover schon nach kurzer Zeit dingfest machen möchte, das stets präsente Thema Baby, das wie ein Damoklesschwert schon über den ersten Dates schwebt, all das ließ ­bereits etliche Kandidaten zurückschrecken. ­Männermodel Paul Sculfor, die Schauspieler ­Bradley Cooper, Jason Lewis und Aaron Eckhart - sie alle machten sich angesichts Jens Anspruchs­haltung aus dem Staub.

Die vielen Liebespleiten gehen an der Schauspielerin selbstredend nicht ganz spurlos vorüber: Dass Paul Sculfor heute mit Kollegin ­Cameron Diaz liiert ist und vor Kurzem sogar bei ihr einzog, schmerze sie sehr, bekannte Jennifer gegenüber einer ­Vertrauten. Zum Vergleich: Aus ihrer Villa flüchtete er bereits nach einem verlängerten Wochenende ge­nervt, die Liebelei verlief nach knapp zwei Monaten im Nichts. Nicht eben aufbauend. Zu allem Überfluss wurde Ex-Gatte Brad Pitt, der ihr Männer-Trauma überhaupt erst auslöste, gerade ­wieder Vater. Frustrierend.

Dabei könnte alles so einfach sein, würde sie die Messlatte an ihren persönlichen Mr. Perfect nicht so utopisch hoch anlegen. Fantastisch aussehen soll er, cool, sportlich und erfolgreich sein - und vor allem auf der Stelle Nachwuchs zeugen wollen. Dass es diesen Typ selbst in der Traumfabrik ­Hollywood nicht gibt, muss Jennifer Aniston wohl erst noch lernen. Unglücklicherweise auf die harte Tour.

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