James Blunt
© Getty Images James Blunt

James Blunt Ganz schön schlagfertig

James Blunt weiß, wie man sein Publikum mit soften Popsongs einlullt. Auf Twitter zeigt er sich jetzt ziemlich frech und ungeahnt schlagfertig

Sänger James Blunt muss wegen seiner Schmusesongs und seiner durchdringenend Stimme des Öfteren Kritik einstecken. Seit Erscheinen seines vierten Albums "Moon Landing" im Oktober 2013 steht der Musiker, um den es nach dem Hype um sein letztes Album aus dem Jahr 2010 etwas stiller geworden war, verstärkt im Interesse der Öffentlichkeit. Auf Twitter kassiert der 39-Jährige zwar viel Lob für seine CD - muss aber mindestens ebenso viel Spott-Posts einstecken. Anstatt die Flut der Kommentare zu ignorieren, wie es wohl viele andere Personen in seiner Situation tun würden, tritt Blunt die Flucht nach vorn an. Und überrascht auf seinem Twitter-Profil mit witzigen und manchmal ziemlich derben Paraden.

"Wen interessiert eigentlich James Blunt noch?" fragt zum Beispiel User "@GenCassista". "Danke für dein Interesse", kommentiert Blunt nur trocken. Twitterer "@McKym" lässt sich zu einem Reim hinreißen, den der Musiker schon öfter gehört haben dürfte: "James Blunt is a cunt" (zu Deutsch: "James Blunt ist ein Mistkerl"). Blunt schießt zurück: "Ich kann dir eine große Poetenkarriere vorhersagen".

Abgesehen von seiner Schlagfertigkeit beweist der 39-Jährige auf Twitter, dass er auch selbstironisch sein kann. "@chickenoriental" schmeichelt ihm: "Ich bin die einzige Person auf der Welt, die wirklich alle Songs von James Blunt liebt. Außer natürlich ihm." Die Reaktion des Musikers: "Nope, damit bist du ganz allein, fürchte ich."

Ihm nicht sehr freundlich gesonnen fragt sich "@HollieSand" dagegen: "Oh mein Gott, wer hat James Blunt erlaubt, noch ein Album zu veröffentlichen?" Blunt Antwort: "Dein Gott kann dich gerade leider nicht hören, er zieht sich Track Drei rein".

Ganz schön viel Selbstbewusstsein. Was kein Wunder ist - schließlich hat das aktuelle Album des Briten bereits jetzt, drei Monate nach dem Erscheinen, laut dem "Bundesverband Musikindustrie" Goldstatus erreicht - wurde also in Deutschland über 100.000 Mal verkauft. Das nutzt Blunt auch direkt, um seine Twitterfeinde zu entwaffnen. "James Blunt hat ein belästigend hässliches Gesicht und eine hochgradig nervige Stimme", twittert "@hettjones". "Dafür aber keine Schulden", pariert der Musiker.

Wirklich unterhaltsam, Mr. Blunt. Was wir uns jetzt noch wünschen würden: Eine Bemerkung über seinen Beziehungsstatus. Laut "dailymail.co.uk" soll sich der Brite ja mit seiner Freundin Sofia Wellesley verlobt haben. Dazu hat der sonst so fleißige Twitterer bei dem Kurznachrichtendienst aber leider noch keinen Kommentar abgegeben.

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