Jaden, Willow Smith
© WireImage.com Jaden, Willow Smith

Jaden + Willow Smith Hollywoods Horrorkids

Allüren, Arroganz, affiges Getue: Jaden und Willow Smith entwickeln sich zu echten Nervensägen. Haben Papa Will und Mama Jada den Nachwuchs verzogen?

Als "Karate Kid" ist er ein Hit.

122 Millionen Euro hat das Actiondrama mit Jaden Smith in der Hauptrolle bisher in den USA eingespielt - der gerade mal Zwölfjährige wurde damit in die Liga der heißesten Jungschauspieler Hollywoods katapultiert. Beste Voraussetzungen, um in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Will Smith, 41, zu treten?

Jackie Chan prophezeit seinem kleinen Co-Star, der nie um eine coole Pose verlegen ist, eine große Karriere.
© WireImage.comJackie Chan prophezeit seinem kleinen Co-Star, der nie um eine coole Pose verlegen ist, eine große Karriere.

Nur bedingt. Denn es gibt wohl kaum ein Star-Kid, an dem sich die Öffentlichkeit derzeit mehr reibt. Was vor allem an Jadens überdimensional ausgeprägtem Ego liegt. Der 140 Zentimeter kleine Knirps hat nämlich eine ganz klare Lieblingsbeschäftigung: auf dicke Hose machen. Er präsentiert sich fast immer in Macho-Pose und beantwortet bei Filmpremieren die Reporterfrage nur, wenn er gerade mal Lust dazu hat. In David Lettermans Talkshow versuchte er gar, den Gastgeber vorzuführen. Mit konsequent coolem Blick gab er sich dermaßen altklug, dass ihm eine Welle der Antipathie entgegenschwappte: "Smith junior wirkte wie ein verzogener Rüpel, dem man mal die Ohren langziehen müsste", schrieb beispielsweise die "New York Post". Authentisch und sympathisch geht anders.

Das Nerven liegt offenbar in der Familie. Jadens Schwester Willow gibt auf dem roten Teppich immer wieder gern das verzickte Prinzesschen und sorgt mit überstylten Outfits und exaltierten Auftritten für Fremdschäm-Momente. Demnächst singt sie auch noch, wie ihre Mutter Jada Pinkett Smith in die Welt hinausposaunte: "Meine Kleine wird bald ihre erste CD rausbringen! Ich bin ja so aufgeregt!"

Eine schrecklich ehrgeizige Familie: Jada Pinkett Smith und ihr Mann Will bejubeln ihre Kids bei der Premierenfeier.
© WireImage.comEine schrecklich ehrgeizige Familie: Jada Pinkett Smith und ihr Mann Will bejubeln ihre Kids bei der Premierenfeier.

Offenbar zählt die 38-jährige Schauspielerin zur Gattung der Eislaufmütter, die den eigenen Ehrgeiz, im Rampenlicht zu stehen und bewundert zu werden, auf die Kids projizieren. Da ist es nur logisch, dass Mama das Auftreten ihrer Lieblinge total normal findet: "Ich habe keine Probleme damit, wie sich meine Kinder nach außen präsentieren. Mein Mann Will und ich sind sehr stolz auf die beiden." Viele US-Amerikaner sehen in den Smith-Kids allerdings in erster Linie zwei Luxusgören, die ihren Erfolg allein den Connections der Eltern zu verdanken haben. Die Hymnen, die Karate-Legende Jackie Chan auf Jaden singt, sind da eher die Ausnahme. "Es ist schon erstaunlich, dass Jaden Smith ohne große schauspielerische Vorbereitung eine Hauptrolle bekommt. Aber gute Verbindungen sind halt alles", grantelte die "LA Daily News". Tatsächlich ist im Fall des Films "Karate Kid", der bei uns am 22. Juli anläuft, von Ungereimtheiten die Rede. Jaden habe die Rolle, die eigentlich durch ein Casting besetzt werden sollte, sofort übernehmen dürfen - nachdem sein einflussreicher Papa ein paar Telefonate mit der Sony-Chefetage geführt habe. Das jedenfalls wird unter Branchen- Insidern getuschelt.

Jada und Will haben ihren Kindern immer jeden Wunsch erfüllt, ihnen eine Überdosis Selbstbewusstsein eingeimpft. Wenn ihnen ein Lehrer an der elitären Privatschule in Westlake Village nicht passt, kann der sich einen neuen Job suchen. Und zum Shoppen geht man nur, wenn die Läden vorher fürs normale Volk geschlossen wurden. Zurzeit macht es Jaden und Willow einfach nur Spaß, überall im Mittelpunkt zu stehen. Mittelfristig könnten sich die XXL-Egos aber negativ auswirken, prophezeit Daniella Grossman von "Entertainment Weekly": "Vor allem Jaden muss aufpassen, dass er keine verbrannte Erde hinterlässt. Sonst ist seine Karriere schnell wieder vorbei." Daran könnte dann auch Papas Netzwerk wohl kaum etwas ändern. Alexander Nebe, Frank Siering