Ivanka Trump bei "G20

Mit diesem Auftritt erzürnt sie Deutschland

Ivanka Trump fühlt sich wohl auf dem politischen Parkett. So auch beim "G20"-Gipfel in Hamburg. Doch jetzt ist sie mit einem Auftritt offenbar zu weit gegangen. Folge: Ein Shitstorm auf Twitter

Shinzo Abe (Japan), Jim Yong Kim (Präsident der Weltbank), Donald Trump (USA), Ivanka Trump, Angela Merkel (Deutschland) und Justin Trudeau (Kanada) am 8. Juli am "G20"-Gipfel in Hamburg (v.l.n.r.)

Shinzo Abe (Japan), Jim Yong Kim (Präsident der Weltbank), Donald Trump (USA), Ivanka Trump, Angela Merkel (Deutschland) und Justin Trudeau (Kanada) am 8. Juli am "G20"-Gipfel in Hamburg (v.l.n.r.)

Lächelnd posieren einige der mächtigsten Führungspersönlichkeiten der Welt am zweiten Tag des "G20"-Gipfels im Hamburg (8. Juli) auf einem Foto: Wir sehen Shinzo Abe (Premierminister Japan), Jim Yong Kim (Präsident der Weltbank), (US-Präsident), (Premierminister Kanada), - und . Doch Moment: Was hat die Tochter des US-Präsidenten, die staatsmännisch im Zentrum des Bildes posiert und damit sogar ihren Vater und die Kanzlerin in den Hintergrund drängt, im Kreise der Mächtigsten der Welt zu suchen? Das fragen sich auch viele Deutsche und machen ihrem Unmut auf Twitter Luft.

Ivanka Trump: Plötzlich Präsidentin 

Das Foto von Ivanka mit den Politikern ist der Schlussakt eines Auftrittes, der zuvor schon für Unmut gesorgt hatte. Als Donald Trump kurz den Saal verlässt, setzt sich Ivanka auf seinen Stuhl am Verhandlungstisch. In diesem Moment referiert Weltbank-Präsident Jim Yong Kim gerade über einen Entwicklungsfonds. Für viele wirkt Ivankas Platzwechsel befremdlich, denn die Unternehmerin hat keinen offiziellen Regierungsposten inne.

Hämische Kommentare auf Twitter 

  • "Es irritiert, dass Ivanka Trump ohne demokratische Legitimation an G20 teilnimmt." 
  • "Eine Handtaschendesignerin als amerikanischer Präsident. #IvankaTrump vertritt Daddy beim #G20-Gipfel. Ich glaube, die Trumps sind bekloppt."
  • "Wenn Ivanka Trump am #G20 Verhandlungstisch der Staats- und Regierungschefs sitzt, warum schicken wir dann nicht Lena Meyer-Landruth?"
  • "Ivanka Trump ersetzt ihren Vater einfach mal bei den Verhandlungen. Lächerlich, dass sowas überhaupt möglich ist."
  • "Ivanka Trump sitzt an Stelle des US - Präsidenten am G20-Tisch. Das nächste Mal schicke einer seine Putzfrau, sicher auch so qualifiziert."

So lauten die Tweets, die irritierte und verärgerte User derzeit auf dem Kurznachrichtendienst abesetzen. Ivanka Trumps Sprecher sagt unterdessen gegenüber der Nachrichten-Agentur AFP, die "First Daughter" der USA habe sich im Hintergrund des Sitzungssaales aufgehalten und nur "kurz an den Haupttisch gesetzt". Fast klingt es wie eine Rechtfertigung und ein Versuch, die Gemüter zu beruhigen.  Doch das anschließende Posieren Ivankas mit den Staats- und Regierungschefs wirft ein anderes Licht auf die Dreifach-Mutter. 

Angela Merkel äußert sich 

Die Bundeskanzlerin, 62, nahm auf Nachfrage eines Journalisten in der Abschluss-Pressekonferenz des "G20"-Gipfels Stellung zu dem Platzwechsel und verteidigte die "First Daughter": "Sie gehört zur amerikanischen Delegation. Es ist im Rahmen dessen, was in einer Delegation üblich ist." Es sei bekannt, dass Ivanka im Weißen Haus arbeite und für bestimmte Initiativen arbeite. Sie und die Präsiden-Tochter kennen sich: Sowohl bei Merkels Antrittsbesuch in Washington im März 2017 und beim "W20"-Gipfel im April 2017 in Berlin hatte man sich getroffen. 

Küsschen für die Kanzlerin: Angela Merkel und Ivanka Trump beim "G20"-Gipfel

Küsschen für die Kanzlerin: Angela Merkel und Ivanka Trump beim "G20"-Gipfel


Ivanka betritt das politische Parkett 

Eines ist klar, schaut man sich die Auftritte von Ivanka Trump seit der Amtseinführung ihres Vaters am 20. Januar 2017 an: Sie sucht die Öffentlichkeit und fühlt sich sehr wohl im Kreis der Mächtigsten der Welt. Vielleicht zu wohl? Weder hat Ivanka einen offiziellen Regierungsposten inne, noch hat sie eine politische Vorbildung. In Amerika wird ihre zentrale Rolle innerhalb des Weißen Hauses deshalb von vielen Kritikern mit Argwohn betrachtet. Die renommierte "Washington Post" schrieb gar: "Ivankas Rolle ist in Wahrheit ein Zeichen für den Niedergang der Demokratie." Eine Meinung, die viele Deutsche seit dem "G20"-Gipfel teilen. Doch einen bedeutenden Trumpf hat die "First Daughter" in der Hand, und dieser wiegt mehr als der Widerstand einer Nation: Das Vertrauen ihres Vaters. 

Ivanka Trump

Offiziell! Jetzt wird sie Melania gefährlich wie nie zuvor

22.03.2017

Ivanka Trump und Melania Trump

Wie viel Einfluss hat sie?

"Sie war immer großartig. Ein Champion. Sie ist ein Champion", sagt Trump über am Rande des "G20"-Gipfels über seine Tochter, die von Medien und Polit-Experten als mächtigste Frau im Trump-Clan gehandelt wird. Sie soll hinter den Kulissen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Trump ausüben. "Wo ich mit meinem Vater nicht einer Meinung bin, weiß er es, und ich drücke mich total offen aus", sagte sie in einem Anfang April veröffentlichten Interview mit dem US-Sender "CBS".

Und so verfolgt die "First Daughter" ihren eigenen Weg im Oval Office. Als sie Ende März ein eigenes Büro im ersten Stock des Weißen Hauses bezog, brachte sie eine eigene Büroleiterin mit - unüblich für eine persönliche Assistentin des Präsidentin. In Konferenzen tritt sie für bezahlten Mutterschutz und die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft. Außerdem wolle sie bei den Themen Klima, Bildung und Flüchtlingspolitik einbringen, wie die "New York Times" von Offiziellen erfahren haben will. Sie wolle mäßigend wirkend, sagt die Trump-Tochter. Ob dies als Seitenhieb auf ihren Vater zu verstehen ist, der immer wieder durch Wutausbrüche auf Twitter und provokatives Verhalten auf sich aufmerksam macht? Denkbar wäre es. Genauso, dass Ivanka Trump eines Tages mehr sein möchte als nur die "kurze Vertretung" ihres Vaters - und selbst als Chefin ins Weiße Haus einziehen möchte. 

Unsere Video-Empfehlung zu dem Thema:

Wie weit geht Ivanka Trump, um ihre Karriere und die ihres Vaters im Weißen Haus voranzutreiben? Ein Video, dass die Dreifach-Mutter auf ihrem Instagram-Account hochgeladen hat, zeigt: Selbst vor ihren Kindern macht sie keinen Halt, um die Ära Trump zum Erfolg zu führen
© Gala


Fashion-Looks

Der Style von Ivanka Trump

Warum so niedlich? Beim "Most Powerful Women"-Gipfeltreffen des Fortune-Magazins, also einem Treffen für die weltweit erfolgreichsten Frauen, zeigt sich Präsidententochter Ivanka Trump ausgerechnet im rosafarbenen Puppen-Look mit Schleifchen.
Passend zum zuckersüßen Schleifchen-Look trägt Ivanka einen floralen Rock und bordeauxrote Samt-Pumps. Nach Business-Look für erfolgreiche Frauen sieht das aber nicht unbedingt aus.
Auch wenn Schwarz für die Schweigeminute der Opfer des Massakers in Las Vegas angemessener gewesen wäre, zeigt Ivanka im Garten des Weißen Hauses diesen schönen Herbst-Look.
Im Schwarz-Weiß-Look trifft sich Ivanka Trump mit Studenten und Kongressmitglieder bei ihrem Vater im Oval Office.

55





Mehr zum Thema

Star-News der Woche