Isaiah Washington
© Getty Isaiah Washington

Isaiah Washington Ist der Patient noch zu retten?

Mit einer Beleidigung brachte einer der Stars aus der TV-Serie "Grey's Anatomy" seine Karriere in Gefahr - und das Team gegen sich auf

Eigentlich gibt es für die Crew

allen Grund zum Feiern: "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" (dienstags um 22.15 Uhr auf ProSieben) hat sich zum Quotenhit entwickelt und sahnt dazu auch noch ordentlich Preise ab. Doch einem der Darsteller ist gar nicht froh zumute - und daran ist er auch noch selbst schuld. Dabei liegt der Zwischenfall, der Isaiah Washington (er spielt Dr. Preston Burke) nun in Bedrängnis bringt, schon einige Monate zurück. Vergangenen Oktober hatte der 43-Jährige nach monatelangen Zickereien und Machtspielen am Set seinen Kollegen Patrick Dempsey, 41, angebrüllt: "Ich bin nicht deine kleine Schwuchtel wie T. R." Gemeint war damit Kollege T. R. Knight, 33, mit dem sich Dempsey prima versteht und den er in der Vergangenheit manchmal vor Washingtons Wutanfällen in Schutz genommen hatte. Danach sah sich Knight gezwungen, seine Homosexualität öffentlich zu machen.

Obwohl keiner Washingtons Verhalten akzeptabel fand, spielte man es nach außen hin herunter - der Streit sollte innerhalb des Teams beigelegt werden. Doch bei den Golden Globes beging der gebürtige Texaner dann einen schweren Fehler, als er in einem TV-Interview auf eine Reporter-Nachfrage beteuerte: "Ich habe T. R. nicht Schwuchtel genannt. Das ist niemals passiert." Zu dumm, dass es jede Menge Zeugen gab - und noch dümmer, dass ihn fortan auch niemand mehr deckte. Washington droht nun sogar der Rausschmiss aus der Serie. Branchengerüchten zufolge soll sein Part gestrichen werden, denn einige Kollegen weigern sich, mit ihm zu drehen. Da fruchten auch Washingtons Entschuldigungen nichts mehr, der kleinlaut verlauten ließ: "Ich bin schockiert von mir selbst und werde mir helfen lassen, damit so etwas nie wieder passiert." Reumütig traf er sich derweil mit Vertretern der Schwulen- und Lesbenliga Hollywoods und begann sogar eine Psychotherapie.

Wenig beeindruckt davon zeigen sich seine Kollegen. Im Gegenteil: Washingtons Ruf litt sogar noch mehr, als ruchbar wurde, er sei auch schon in der Vergangenheit bei anderen Produktionen durch sein aufbrausendes Wesen aufgefallen. Am unversöhnlichsten zeigt sich Serien-Kollegin Katherine Heigl, 28, Knights beste Freundin: "Ich finde Isaiahs Verhalten unmöglich. Er hätte die Klappe halten sollen. Ich stehe voll und ganz hinter T. R." Ob sie und die anderen Washington irgendwann verzeihen oder tatsächlich ihre Drohung wahr machen und ihn mit vereinter Kraft aus der Serie drängen, wird sich zeigen. Immerhin: Isaiah Washington darf nach seinen ersten Therapiestunden wieder ans Set der vierten Staffel. Mit offenen Armen erwartet ihn dort aber niemand.