Wotan Wilke Möhring

Keine Zeit für die Liebe!

Alle Fans von Wotan Wilke Möhring dürfen sich freuen! Am Sonntag, 30. November, ist der Schauspieler als Kommissar Thorsten Falke in einem neuen "Tatort" (ARD) im Einsatz. GALA traf ihn zum Interview

Wotan Wilke Möhring

Es fängt gerade an zu regnen, als Wotan Wilke Möhring zum Interview im Park Hyatt Hotel eintrifft. Der Himmel ist grau, die Luft kühl. Ein typischer Herbsttag in Hamburg. Dem Schauspieler macht das nichts aus. Dafür sei der Sommer im Norden wunderbarer gewesen, sagt er zufrieden und setzt sich auf die Couch in der Hotelsuite. Seitdem er als "Tatort"-Kommissar Thorsten Falke an der Seite von Petra Schmidt-Schaller alias Katharina Lorenz in Hamburg und Umgebung ermittelt, verbringt er recht viel Zeit in Norddeutschland. Ansonsten möchte er jede freie Minute bei seinen Kindern sein. Nicht so einfach, denn von der Mutter seiner Kinder lebt er seit Anfang des Jahres getrennt. Im GALA-Gespräch schwärmt der attraktive Schauspieler trotzdem von der Liebe - die er angeblich noch nicht wieder neu gefunden hat.

Im neuen Tatort "Die Feigheit des Löwen" kommt es zwischen dem Ermittler-Duo Falke und Lorenz sogar zum Kuss ...

Eine dramaturgische Finesse. Es ist gerade ein Kind gestorben, beide sind mitgenommen. Dieser innige Kuss steht für das Leben, für Vitalität. Nähe und Wärme im Gegensatz zu Leid und Drama.

Eine Affäre am Arbeitsplatz.

Das ist natürlich sehr unprofessionell von beiden. Sie ist eine schöne Frau, er ein Junge von der Straße. Trotzdem verbringen die beiden viel Zeit miteinander und kommen sich irgendwann näher.

Wie wird es zwischen den beiden weitergehen?

Dieser Kuss ist aus einem Impuls heraus entstanden, am nächsten Tag siezen die beiden sich wieder. Es ist also alles offen. Ich glaube aber, dass wenn die beiden ein Paar würden, wäre die Geschichte zu Ende erzählt.

Sie haben den Charakter Ihrer Figur von Beginn an mitentwickelt. Wie viel Falke steckt in Wotan Wilke Möhring?

Ich bin auch sehr direkt. Direktheit hat etwas Befreiendes, man schleppt Dinge nicht mit sich herum. Außerdem kann man mich auch schnell auf die Palme bringen.

Was ist mit der Mischung aus Milch und Korn, die Falke trinkt. War das auch Ihr Einfall?

Natürlich, das habe ich mir ausgedacht und es Billstedter Milch genannt.

Und das schmeckt?

Tatort-Kommissare

Alle Ermittler im Überblick

Der 1000. Tatort ist was ganz Besonderes. Der Titel ist wie der allererste Tatort "Taxi nach Leipzig", der im Jahr 1970 ausgestrahlt wurde. Es stehen gleich zwei Große für vor der Kamera. Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Klaus Borowski (Axel Milberg) ermitteln darin gemeinsam. Die beiden Kommissare werden mit einem ehemaligen Elite-Soldaten konfrontiert, der sich nach seinem Einsatz in Afghanistan an seiner Ex-Freundin rächen will, bevor ihre Hochzeit mit einem Kameraden stattfindet.
Ein echter Raubein aus dem Pott ist und bleibt Horst Schimanski, gespielt von dem großartigen Schauspieler Götz George (†). Sein Markenzeichen ist seine schmuddelige Armeejacke und seine Ruhrpottschnauze. An seiner Seite ist der korrekte Anzug- und Fliegenträger Christian Thanner, gespielt von Eberhard Feik (†), der sich peinlich genau an die Vorschriften hält. Der Duisburger Tatort ist bis heute ungeschlagen in der Beliebtheitsskala.
Die in Hannover ermittelnde "Charlotte Lindholm" ist die Paraderolle von Maria Furtwängler.
Axel Milberg und Sibel Kekilli sind als Kieler Ermittlerduo Borowski und Brandt bei den Zuschauern beliebt. Bis zu neun Millionen schalten regelmäßig ein.

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Gut! Da kann man ehrlich gesagt sogar zwei oder drei Schnäpse reintun, denn den einen merkt man kaum.

Was unterscheidet Sie zu Ihrer Rolle?

Ich bin ein Familienmensch, habe drei tolle Kinder und bin Fußball-Fan erster Güte. Falke ist mit seiner Arbeit verheiratet, das bin ich nicht – obwohl mir die Schauspielerei sehr viel bedeutet.

Sie leben von der Mutter Ihrer Kinder getrennt. Inwiefern hat sich das Familienleben seitdem verändert?

Die Organisation ist größer geworden. Wir haben aber beide das Ziel, alles zum Wohle der Kinder zu machen. Und das verbindet uns noch immer.

Haben Sie nach Ihrer gescheiterten Beziehung den Frauen abgeschworen?

Frauen kann man nicht abschwören. Dann wäre das Leben doch lieblos. Leben und Lieben ist doch das, was uns Menschen antreibt.

Sie sind also offen für die Liebe?

Sich zu verlieben ist ja kein bewusster Akt. Es ist dieses unerklärliche, große schöpferische Gefühl, aus dem so viel Kunst, Literatur und dergleichen entstanden ist. Darauf kann man nicht verzichten. Die elementarste Liebe, die ich verspüre, ist die zu meinen Kindern. Diese Liebe verzeiht alles.

Fällt es Ihnen schwer, die Richtige kennenzulernen?

Ich habe schlichtweg keine Zeit dafür. Außerdem habe ich meine Kinder und meine Arbeit und das reicht mir.

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