Will Smith
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Will Smith "Tatsächlich bin ich sehr gut im Bett"

Will Smith ist einer der größten Stars in Hollywood und zeigt sich in seinem neuen Film von seiner dunklen Seite. Beim GALA-Gespräch zeigte er sich dennoch gewohnt freundlich

Kleiner Poser: Will Smith bei der Berliner Premiere von "Sieben Leben"
© WireKleiner Poser: Will Smith bei der Berliner Premiere von "Sieben Leben"

GALA: Sind Sie ein guter Mensch?

Oh, das ist eine schwere Frage. Ich versuche es jedenfalls. Man wacht jeden Morgen auf und gibt sein Bestes.

Wie würde Ihre Familie die Frage beantworten?

Meine Frau würde sagen: Er ist ein sehr guter Mann und mein Sohn Jaden würde sagen, er ist klasse. Er findet mich cool.

Was hat Ihre Frau dazu gesagt, dass Sie Ben spielen?

Jada glaubt, dass es Menschen gibt, die im Hellen leben und andere im Dunkeln. Von denen, die im Dunkeln leben, gibt es einige, die aus ihrer Situation herauswollen. Sie haben vielleicht schreckliche Fehler begangen, aber sie erkennen das und wollen aus dem Dunklen wieder heraustreten. Von mir sagt sie, dass wenn mir das Leben einmal übel mitspielt, Ben aus mir herauskommen könnte.

Ist es eine Ausnahme, dass Sie so eine Rolle wie diese gespielt haben?

Ich will als Schauspieler wachsen und ich will neue Dinge ausprobieren. Es ist schon merkwürdig, einen Film ohne Aliens, ohne Explosionen und ohne Spezial-Effekte zu machen. Dies ist bei weitem die dunkelste Figur, die ich je gespielt habe. Mein Sohn sagte auch, es ist das erste Mal, dass ich richtig böse bin. Das stimmt.

Bei Hancock haben Sie das doch auch ...

Aber wenn es komisch ist, zählt das nicht. Das Merkwürdige bei einer Komödie ist, dass die Zuschauer einen anderen Abstand dazu haben als bei einem Drama. Dieser Film ist eine absolut neue Erfahrung für mich und ich hoffe, dass die Zuschauer mit mir auf diese Reise gehen. Und ich verspreche: Das nächste Mal mache ich wieder eine Komödie. (lacht)

Sie sind die Nummer Eins in Hollywood. Was erwarten Sie von der Nummer Eins in Washington?

Ich habe immer daran geglaubt, dass ich mein Schicksal selbst bestimmen und auch als Afroamerikaner international Karriere machen kann. Dass ein Nachfahre ehemaliger Sklaven es nun sogar bis ins höchste Amt geschafft hat, ist ein Zeichen, das alles möglich ist.

Sie sind der unbestrittene 100-Millionen-Dollar-Mann. Wie fühlt es sich an, der berühmteste Schauspieler der Welt zu sein?

Ich hab immer daran geglaubt, dass ich zu entscheiden habe, was passiert und was nicht. Es hieß immer, dass Afroamerikaner keine internationale Filmkarriere machen könnten. Ich habe gedacht, das stimmt nicht. Nur weil irgendwas vorher noch nie passiert war, hieß es für mich nicht, dass es nicht geht.

Waren Sie eigentlich zu schüchtern, um eine Liebesszene mit Rosario Dawson zu drehen?

Es ist wirklich nicht einfach, nackt vor dem ganzen Team zu stehen. Ich war nicht schüchtern, tatsächlich bin ich sehr gut im Bett. (lacht) Ich wollte ihr diese peinliche Situation ersparen.

Welches Projekt haben Sie als nächstes vor?

Da gibt's im Moment nichts. Ich bin zur Zeit sozusagen arbeitslos. Ich habe einen Film nach dem anderen gedreht. Ich habe das Gefühl, dass ich in den kommenden zehn Jahren meine besten Filme drehen werde.

Was wäre denn Ihr Lieblingsprojekt?

Nelson Mandela und die Apartheits-Geschichte. Das Thema ist so umfangreich, so riesig, so kraftvoll. Jeder in der Welt könnte eine Botschaft davon mitnehmen.

Will Smith mit seiner Frau Jada und den Kindern Jayden und Willow
© WireWill Smith mit seiner Frau Jada und den Kindern Jayden und Willow