Uri Geller + Michael Jackson "Er schaut uns von oben zu"

Uri Geller war einer der wenigen, die Jackson nahestanden. Gala sprach mit ihm über den verlorenen Freund

Wann haben Sie Michael Jackson das letzte Mal gesehen?


Das ist leider schon lange her, weil wir nach einem heftigen Streit den Kontakt abbrachen. Als ich vor elf Jahren mein Eheversprechen erneuerte, war er mein Trauzeuge. Wir haben damals viel unternommen, besuchten sogar mal meinen örtlichen Fußballverein.

Wie haben Sie ihn erlebt?

Man hat es ihm nie gestattet, der einfache, bescheidene Mann zu sein, der er tief in seinem Herzen war. Er war ein Gentleman, jemand, der liebte und gab. Aber er wurde als kleiner Junge von einem überambitionierten Vater zum Starsein verdonnert. Sein ganzes Leben begleiteten ihn Widersprüche. Es war unglaublich, dass Michael angesichts der weltweiten Schikanen gegen seine Person so normal geblieben ist. Manche waren so besessen von seiner Veränderung, besonders was seine Hautfarbe anging, das grenzte an offenen Rassismus.

Michael Jackson und Uri Geller im März 2001: Die beiden verband die Liebe zur Spiritualität
© Getty ImagesMichael Jackson und Uri Geller im März 2001: Die beiden verband die Liebe zur Spiritualität

Was glauben Sie, wo Michael Jackson jetzt ist? Wo ist seine Seele?


Er schaut uns von oben zu, da bin ich mir absolut sicher. Ich bin fest davon überzeugt, dass er im Himmel ist. Als wir über das Leben nach dem Tod sprachen, sagte Michael, er glaube daran, dass unsere Seele unzerstörbar ist, so wie Energie auch nach unserem weiter existiert. Irgendwo im Jenseits leuchtet Michaels Stern in all seiner Brillanz zwischen denen von Elvis Presley, John Lennon und Frank Sinatra.

Was halten Sie von der spektakulären Trauer-Zeremonie in Los Angeles?
Ich fand die Idee großartig, eine Zusammenkunft genau dort zu veranstalten, wo er zuletzt glücklich war – tanzend und vibrierend mit all seiner Energie. Wenn ich heute an der Stelle in meinem Haus bin, wo er war, oder dort sitze, wo er saß, dann fühle ich immer noch etwas, eine Kraft.

Glauben Sie, dass seine Mutter der Herausforderung gewachsen ist, sich um seine drei Kinder zu kümmern?
Sie ist mental und physisch absolut in der Lage dazu. Liebe kann alles erobern und alles retten. Ich hoffe, dass die Kinder bei ihr bleiben dürfen, und ich bin überzeugt, dass die ganze Familie ihr hilft und zusammenhält.