Take That
© Getty Images Take That

Take That "Jeder von uns wollte der Beste sein"

Neue CD, neue Tour: Take That knüpfen nach der Reunion nahtlos an die großen Erfolge an. Gala sprach mit der Band übers Erwachsenwerden, Eifersüchteleien und graue Haare

Das Sofa in der "Maria Callas"-Suite

im Londoner "Savoy" fällt schmal aus. Trotzdem passen alle drei locker drauf: Robbie Williams, immer noch der Kompakteste der Truppe, der kleine Mark Owen und der kernige Jason Orange mit dem für ihn typischen Dreitagebart. Take That, die erfolgreichste Boygroup der Neunzigerjahre, ist wieder da!

Alle Querelen sind bereinigt, die Reunion wird als Comeback des Jahres gefeiert. Jetzt erscheint das neue Album "Progress" und der Ticketverkauf für die Europatour im Frühjahr 2011 bricht alle Rekorde. Was ist neu bei Take That? Sie sind älter geworden, aber im Herzen immer noch kleine Jungs. Sie nehmen sich gegenseitig auf die Schippe, doch sie gehen freundlich miteinander um. Jeder kennt die Macken des anderen - und weiß sie heute zu nehmen.

Take That startete 1990 als gecastete Boygroup. Was sind Sie heute, mit Ende dreißig, Anfang vierzig?

Jason Orange Erst mal muss ich sagen: Wir mochten den Begriff Boygroup früher überhaupt nicht. Das klang so abwertend. Aber heute stört mich das nicht mehr. Im Gegenteil: Ich mag es, als "Boy" bezeichnet zu werden. Ist doch schmeichelhaft, noch immer als Junge gesehen zu werden.
Robbie Williams Vielleicht sind wir jetzt eine Männerband? Wir haben über so etwas nie groß nachgedacht.
Jason Wir haben uns ja noch nicht mal den Namen Take That selber ausgesucht! (alle drei lachen)
Robbie Wir haben früher bei Take That eigentlich gar nichts selber gemacht!
Jason Sagen wir's so: Heute sind wir eine Gruppe von Typen, die miteinander abhängen, zusammen Musik machen und die Gesellschaft der anderen genießen.
Mark Owen Yeah!
Robbie Okay, da bin ich dabei.

Take That, die erfolgreichste Boygroup der Neunzigerjahre, ist wieder da!
© Getty ImagesTake That, die erfolgreichste Boygroup der Neunzigerjahre, ist wieder da!

Wie würden sie die Beziehung untereinander beschreiben? Sind sie Freunde? Geschäftspartner?

Jason Wir sind Freunde, Geschäftspartner - und gute Rivalen.
Mark Das stimmt. Von allem ein bisschen.(Robbie Williams nickt)

Fördert Rivalität auch die Kreativität in einer Band?

Mark Wenn es eine gesunde Rivalität ist, dann ja. Wenn es in Konkurrenzdenken und Eifersüchteleien ausartet, kann es eine Band killen. Wie man bei uns ja gut sehen konnte.
Robbie Jeder von uns wollte der Beste sein und die anderen ausstechen. Also zumindest weiß ich, dass es bei mir so war.
Mark Jeder von uns wollte im Mittelpunkt stehen. Auf der Bühne und ...
Robbie ... eigentlich doch in jeder Hinsicht, oder? Der Beste auf der Bühne, beim Trinken, beim Angeben, bei den Frauen.
Mark(verdreht die Augen) Also, ich war immer der Beste beim Trinken.
Robbie Dass wir alle solche Angeber waren und dass wir alle groß rauskommen wollten, hat Take That am Anfang beflügelt, da bin ich mir sicher.

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