Shia LaBeouf
© Getty Images Shia LaBeouf

Shia LaBeouf "Eine tiefe Krise"

Jungstar Shia LaBeouf über die Leiden seines "Wall Street"-Partners Michael Douglas - und gute Geschäfte an der Aktienbörse

Der Erfolg hat seinem Selbstvertrauen gut getan.

Der früher eher schüchterne Shia LaBeouf, 23, redet laut und gestikuliert viel beim Interview im "Four Seasons Hotel" in Beverly Hills. In seinem neuen Drama "Wall Street - Geld schläft nicht" (ab 22. April im Kino) spielt er einen jungen Finanzmakler. An seiner Seite: Michael Douglas, der zum zweiten Mal seine Paraderolle, den Finanzhai Gordon Gekko, gibt.

In "Wall Street 2" spielt Michael Douglas, 65, Shia LaBeoufs Mentor. Vor jedem Drehtag besuchte Douglas seinen Sohn Cameron im Gefängnis. Eine Freilassung gegen Kaution wurde dem 31-Jährigen, der wegen Drogenhandels einsitzt, gerade verweigert. Das endgültige Urteil wird im April erwartet
© WireImage.comIn "Wall Street 2" spielt Michael Douglas, 65, Shia LaBeoufs Mentor. Vor jedem Drehtag besuchte Douglas seinen Sohn Cameron im Gefängnis. Eine Freilassung gegen Kaution wurde dem 31-Jährigen, der wegen Drogenhandels einsitzt, gerade verweigert. Das endgültige Urteil wird im April erwartet

In der Fortsetzung des Klassikers "Wall Street" übernimmt Gordon Gekko alias Michael Douglas die Rolle Ihres Mentors. Wem haben Sie als Schauspieler am meisten zu verdanken

Robert Downey Jr. und Jon Voight haben mich sehr unterstützt. Und natürlich Steven Spielberg und Oliver Stone.

Wie war Ihre Zusammenarbeit mit Douglas?

Ich habe einen gebrochenen Mann kennengelernt, nicht den Star Michael Douglas. Der Mann leidet, er steckt in einer ganz tiefen Krise. Michael Douglas kurz vor einem Zusammenbruch - das war unglaublich aufwühlend.

Können Sie das näher ausführen?

Er hat Angst um seinen Sohn! Immerhin ist Cameron derzeit wegen Drogenhandels eingebuchtet. Michaels Arbeitstag sah so aus, dass er seinen Sohn im Gefängnis besucht hat und danach zu uns an den Set kam. Das war ziemlich schwer für ihn. Unser Regisseur Oliver Stone war zwar sehr sensibel, aber er musste auch seinen Film fertigstellen. Insofern gab es wenig Zeit, Michael zu trösten. Das war schon ziemlich hart.

Schwerer Dreh für ihn: Michael Douglas und Shia LaBeouf bei den Arbeiten an "Wall Street 2".
© WireImage.comSchwerer Dreh für ihn: Michael Douglas und Shia LaBeouf bei den Arbeiten an "Wall Street 2".

Wie schwer war es für Sie, in die Rolle eines knallharten Finanzhais zu schlüpfen?

Ich bin aus jeder Schule geflogen, auf der ich war. Insofern kann ich nicht behaupten, dass ich in Sachen Finanzwesen und Mathe eine Leuchte bin. Allerdings komme ich aus einem geldhungrigen Milieu. Ich hatte nichts - und wollte viel. Ich habe Freunde wegen Geld gewonnen und verloren. Also ist mir Geldgier nicht fremd. Und gierig sind die Wall-Street-Typen alle.

Sie wurden am Set von fünf Finanzberatern gecoacht. Könnten Sie jetzt an der Börse mitmischen?

Ich weiß, wie man mit Aktien handelt. Meine Charles-Schwab-Aktien sind in nur wenigen Monaten von 20.000 Dollar auf fast 500.000 Dollar gestiegen. Also bin ich jetzt ein reicher Mann! (lacht)

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