Sarah Connor
© Getty Images Sarah Connor

Sarah Connor "Ich habe mir genommen, was ich brauchte"

Im Interview mit Gala spricht Sarah Connor offen wie nie über die letzten Monate, ihre Kinder und "Übergangsmänner"

Gut zwölf Monate ist es her

, dass sich Sarah Connor, 29, von Ehemann Marc Terenzi trennte. Als nunmehr alleinerziehende Mutter von zwei Kindern musste sie ihr Leben komplett neu organisieren. Doch kaum war Noch-Ehemann Marc ausgezogen, wurde auch schon über neue Männer im Leben der Sängerin spekuliert, vor allem mit dem damaligen Werder-Bremen-Star Diego wurde sie immer wieder gesehen – zuletzt im Urlaub auf Ibiza. Sarah Connor aber schwieg sich über ihr Privatleben aus – bis jetzt. Bei einem Auftritt für die Firma "Always" (Sarah hat für das Unternehmen den Song "Standing On Top Of The World" aufgenommen, auf den Packungen von "Always" und "Alldays" findet sich ein Code, mit dem der Song heruntergeladen werden kann), sprach sie nun erstmals und wie sie selbst sagt "offen wie nie" mit Gala über die letzten Monate, ihre Kinder und "Übergangsmänner".

Mittlerweile ist es gut ein Jahr her, dass sich Marc und Sarah trennten
© WireImage.comMittlerweile ist es gut ein Jahr her, dass sich Marc und Sarah trennten

Dein neuer Song heißt "Standing on Top of the world", es ist eine Hymne auf die starke, selbstbestimmte Frau. Was zeichnet eine solche Frau aus?
Eine starke Frau ruht vor allem in sich, sie vertraut ihrer weiblichen Intuition und sich selbst – das ist etwas, was ich bei vielen Frauen in Gesprächen vermisse und wo ich auch in meinem Song drauf anspiele!!! Mädels, vertraut Euch!!! Ich selber habe gerade in den letzten zwölf Monaten ganz extrem gelernt, dass ich mich nur auf mich selbst verlassen kann, und dass einem das Bauchgefühl eigentlich immer das Richtige sagt. Im Song heißt es: "I'm Standing On Top Of The World Now".

Fühlst Du Dich im Moment tatsächlich so?
In dem Moment, in dem ich auf der Bühne stehe schon, ja. Dort fühle ich mich wohl, geliebt und zu Hause. In meinem Privatleben war das in letzter Zeit nicht immer so. Aber meine Kids geben mir unglaublich viel Kraft und haben mich oft davor bewahrt, nicht zu verzweifeln.

Du hast gerade selbst von den letzten zwölf Monaten, also der Zeit nach der Trennung von Marc Terenzi, gesprochen. Wie hast Du die Situation verarbeitet?
Ich habe unterschiedliche Phasen durchgemacht. Von Trauer bis hin zu 'Wow! Ich bin Sinlge, kann meine Freiheit als Singlefrau genießen und muss niemandem Rechenschaft ablegen.' Ich habe aber auch heute noch oft nachdenkliche, melancholische Tage, an denen ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen. Denn ich komme zwar zurecht, aber manchmal fehlt auch mir jemand, der mich am Ende des Tages in den Arm nimmt und mir sagt: "gut gemacht". Mittlerweile bin ich jedoch alleine sehr zufrieden.

Letztlich ist es aber doch so: Eine Person fehlt auf einmal in der Familie. Wie hat das Dein Leben verändert?
Ich musste sehr viel neu organisieren, und das merke ich noch jeden Tag. Deshalb habe ich mich ja auch in den letzten Monaten weitgehend zurückgezogen. Ich war fast ausschließlich zu Hause, und habe nur alle paar Wochen Studio-Trips gemacht. Früher konnte ich jede Woche drei Tage im Studio stehen, im Moment sind es eher vier Tage pro Monat. Deshalb dauert die Produktion des neuen Albums auch etwas länger. Für mich haben meine Kinder oberste Priorität. Ich bin ihre Familie und ich will, dass sie spüren, dass sie das Wichtigste in meinem Leben sind!

Das ist jetzt ein sehr subjektiver Eindruck, aber im Vergleich zu früher wirkst Du härter, tougher ...
Ist das so? Vielleicht liegt es auch nur an den blonden Haaren und meiner neuen Frisur. Aber natürlich ist es gut möglich, dass ich 2005, als ich glücklich verliebt war, eine weichere Ausstrahlung hatte als jetzt. Und sicherlich ist mir auch ein Stück meiner Leichtigkeit verloren gegangen. Aber ich bin jetzt einfach in einer Situation, wo ich in jeder Beziehung kämpfen muss.

In wiefern?
Na ja, in der Organisation zu Hause, in der Erziehung meiner Kinder, im Beruf. Ich muss Privatleben und Beruf in Balance halten. Außerdem muss ich mir den Raum schaffen, kreativ zu sein. Wenn ich jetzt nur noch wenige Tage pro Monat im Studio bin, dann ist da natürlich der Druck, in dieser kurzen Zeit auch etwas zu schaffen. In dieser kurzen Zeit muss ich dann die Ideen haben und die Stimme, die genau meine Gefühle ausdrückt, die ich in dem jeweiligen Song ausdrücken will. Das ist nicht immer einfach. Und wenn das nicht klappt, dann habe ich drei, vier Tage vergeudet, die ich lieber bei meinen Kindern gewesen wäre.

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