Samantha Ronson

"Mein Bruder ist mein Held"

Dabei hätte Samantha Ronson genug andere coole Vorbilder gehabt. Gala erzählt sie von ihrer verrückten Kindheit

Samantha Ronson

Samantha Ronson

Trotz Mittagsschläfchens

wirkt , 31, beim Betreten der Suite im Münchener Hotel "" nicht wirklich entspannt. Die DJane und jüngere Schwester von Hit-Produzent sieht ausgemergelt aus. Fragen zu ihrer On-Off-Liaison mit ? No Way! Darüber wacht auch ihre fünfköpfige Entourage beim Gala-Interview. Auskunftsfreudiger zeigt sich das zarte Persönchen, als es um Karriere, Kindheit und den eigenen Nachwuchs geht - und antwortet mit erstaunlich rauher Stimme.

Eröffnungsfeier

Glamouröses Atlantis in Dubai

Genau die richtige Kulisse für Glamour-Girl Kylie Minogue
Zwischen Gerard Butler und Mary-Kate Olsen herrscht doch ein beachtlicher Größenunterschied
Charlize Theron und Robert De Niro nahmen gemeinsam das Festmahl ein
Da besteht fast eine Ähnlichkeit zwischen Model Agyness Deyn und Sängerin Natalie Imbruglia

27

Was war der coolste Event, bei dem Sie je aufgelegt haben?

Die Eröffnung des Atlantis-Hotels in , das war echt verrückt, mit einem 3,5 Millionen-Euro-Feuerwerk. Aber den tollsten Abend überhaupt hatte ich mit 20 Leuten in einer winzigen Bar in Milwaukee. Wenn die Energie der Leute stimmt, kann ich überall Spaß haben.

Wie kamen Sie eigentlich hinter den Plattenteller?

Ich hatte nie einen großen Plan, was ich später machen wollte. Zum Plattenauflegen kam ich eher zufällig. Aber ich würde gern irgendwann Lehrerin werden ...

... und Musik unterrichten?

Nein, am liebsten englische Literatur oder kreatives Schreiben. Ich möchte kein Musiklehrer sein, die wurden in meiner Schule immer ausgelacht.

Sie haben eine große Familie. Wie oft schaffen Sie es, sich alle zu treffen?

Eigentlich nur an Feiertagen, Hochzeiten oder Abschlussfeiern. Selbst zu Weihnachten ist immer nur ein Teil unserer Familie zusammen. Der Organisationsaufwand ist verdammt groß, weil wir überall auf der Welt verteilt sind. Komplett waren wir zuletzt beim College-Abschluss meiner Schwester, das war vor zehn Jahren.

Ihre Mutter Ann Dexter-Jones ist eine bekannte New Yorker Society-Lady, Ihr Vater Laurence Ronson war Bandmanager und Ihr Stiefvater ist Foreigner-Gründer Mick Jones. Wie muss man sich Ihre Kindheit vorstellen?

Sie war ganz schön verrückt. Aber ich würde sie für nichts auf der Welt eintauschen wollen. Im Sommer sind wir mit auf Tour gegangen, oft waren wir jeden Tag in einer anderen Stadt. Das durften wir nur, weil wir gut in der Schule waren, dafür hat meine Mutter gesorgt. Sie war sehr streng.

Inwiefern?

Ich hatte mal drei Monate Hausarrest, als ich im Chemie-Unterricht Quatsch gemacht habe, und meine Schwester hat sechs Monate Hausarrest bekommen, als sie meiner Mutter sagte, sie solle sich mal entspannen. Wir hatten zwar unseren Spaß, aber sie hat immer aufgepasst, dass wir keine Dummheiten machen.

Es kamen ziemlich viele berühmte Leute bei Ihnen zu Besuch, Al Pacino, David Bowie, Andy Warhol ...

Stimmt, aber als Kind kümmert dich das nicht. Es sind halt die Freunde deiner Eltern. Ich habe sowieso nie ferngesehen oder Zeitung gelesen. Ich hatte keine Ahnung, ich habe einfach mit meiner Schwester irgendwo in der Ecke gespielt.

Hat Sie denn keiner der Gäste musikalisch inspiriert?

Musik hat mich als Kind nicht so interessiert, das war eher Marks Part. Er hat immer auf irgendwas herumgetrommelt oder mit Platten herumhantiert. Charlotte hat gemalt oder Klamotten anprobiert. Ich habe viele Bücher gelesen und mich mit Schriftsteller-Freunden meiner Eltern unterhalten. Aber ich könnte niemanden benennen, der mich besonders beeinflusst hat. Nein, das stimmt nicht: mein Bruder war immer mein Held. Er ist der Mensch, der mich am meisten inspiriert.

Er ist erfolgreicher Produzent, Sie arbeiten beide als DJs. Gibt es da keine Rivalität untereinander?

Nein, überhaupt nicht, die will man uns bloß immer andichten. Mark ist mein großer Bruder, ich liebe ihn.

Cooler als Eis: Samantha Ronson chillt noch ein wenig backstage, bevor sie bei der ?o2 World on Tour? am Plattenteller die Bühne

Cooler als Eis: Samantha Ronson chillt noch ein wenig backstage, bevor sie bei der “o2 World on Tour” am Plattenteller die Bühne rockt.

Star-News der Woche