Roger Moore "Wir sind beide in mich verliebt"

Ex-"007"-Star Roger Moore und seine Frau Kristina über die Rollenverteilung in ihrer Ehe

Keinen Martini, sondern Tee

gibt es in der "Elbe II"-Suite des Hamburger "Atlantic Hotels". "Ah, endlich wieder eine Frau, ich liebe Frauen!", begrüßt Sir Roger Moore, 81, die Gala-Reporterin. Gemeinsam mit seiner Gattin Lady Kristina, 68, gibt er im Interview wertvolle Tipps, wie ein echter Gentleman den Damen das Leben erleichtern kann.

Sie haben vor sechs Jahren einen Herzschrittmacher bekommen. Wie hat sich Ihr Leben verändert?

RogerMoore: Jetzt falle ich nicht mehr plötzlich um und werde ohnmächtig. Toll, was die Technik heute alles kann.

Das dürfte Sie als ehemaligen James Bond nicht wundern, der ist doch ein Technik-Freak …

RM: Ich weiß, wir haben echt viel gemeinsam. Ich sehe sogar aus wie er! Doch er hatte einen Vorteil: Er besaß diese Magnetuhr, mit der man Reißverschlüsse leicht öffnen konnte.

Wieso, klemmt Ihrer?

RM: Nein, aber meine Frau bräuchte sicher manchmal Hilfe.

Sie sind tatsächlich ein echter Gentleman, was?

RM: Natürlich. Ich benehme mich immer wie ein Gentleman. Es sei denn, ich bin betrunken.

Hilft ein Gentleman seiner Frau im Haushalt?

RM:Ein Gentleman sollte seiner Frau bei allem helfen. Leider ist meine Frau eine wahre Lady: Sie glaubt, Haushaltsdinge sind Frauensache. Ha!

Glück gehabt.

RM: Nun, es ist ja nicht so, als würde ich nur rumsitzen und Däumchen drehen. Ich koche leidenschaftlich gern.
Kristina Moore: Das kann er richtig gut!

Was kochen Sie denn?

RM: Gefüllten Truthahn, Soupe au Pistou, gegrillten Fisch, Rührei... Ich weiß gar nicht, warum wir überhaupt noch in Restaurants gehen, so gut bin ich.

Geht Liebe bei Ihnen durch den Magen?

RM: Bei mir schon. Doch Kristina lässt mich nicht mal mein geliebtes Brot essen.
KM: Oh doch, Darling, du verträgst nur nicht soviel davon.
RM: Sie ist sehr diszipliniert, wissen Sie. Aber ich kann nicht ohne Schokolade leben. Verdammt!

Sie sind jetzt seit sieben Jahren verheiratet.

RM: (nimmt seinen Ehering ab und schaut aufs Datum) Stimmt. Kristina ist meine Seelenverwandte, wir sind nie getrennt - nur wenn sie zum Friseur geht.

Was ist das Geheimnis Ihrer Ehe?

RM: Wir sind beide verliebt in mich. Und Kristina bringt mir Porridge ans Bett. Dafür überlasse ich ihr das letzte Wort.
KM: Das stimmt nicht, Honey.
RM: Nein, du hast recht. Ich habe das letzte Wort. Es lautet: Yes, Darling!

Sehen Sie sich als Sexsymbol?

RM:Um Himmels willen, nein! Ich sehe mich ja schließlich im Bad, wenn ich morgens aus der Dusche komme.


Sandra Reitz