Robert Pattinson

Interview mit einem Vampir

Als sexy Blutsauger wird Robert Pattinson gerade zum Superstar. Für die Liebe hat er deshalb keine Zeit

Die Haare stets im Gerade-aufgewacht-Look

, die Augen rund um die Uhr mit dunklen Schatten unterlegt: Das ist , der heißeste Jungstar Hollywoods. Im Gegensatz zu seinen adrett-braven Teenie-Kollegen der Marke High School Musical scheut sich der 22-Jährige nicht, wilde Nächte im "Chateau Marmont" zu zelebrieren und in Interviews seine (ehrliche) Meinung zu sagen. Im Gespräch ist der Brite derzeit ständig, immerhin hat er den Sprung vom Model hin zum Schauspieler mit Bravour bestanden. Nach einer Rolle in " und der Feuerkelch" besticht nun als sexy in der Fantasy-Romanze "Twilight". Wie bescheiden er trotz Kreischkon¬zerten und Lobeshymnen geblieben ist, beweist Pattinson beim exklusiven GALA-Interview in München.

Viele Fans hat er seit seinem Auftritt in "Harry Potter und der Feuerkelch"

Viele Fans hat er seit seinem Auftritt in "Harry Potter und der Feuerkelch"

GALA:Wären Sie gern selbst ein Vampir?

Unsterblich sein? Das ist nichts für mich. Der Reiz des Lebens besteht doch darin, dass es endlich ist.

Ihre "Twilight"-Partnerin Kristen Stewart und Sie sind ein zauberhaftes Filmpaar. Hat es auch im wahren Leben zwischen Ihnen gefunkt?

Nein, so weit ich weiß, hat sie auch einen Freund. Aber ich mag Kristen sehr. Sie ist eine großartige Schau¬spielerin, atemberaubend schön und hat darüber hinaus eine unglaub¬liche Ausstrahlung. Vor der Kamera haben wir fantastisch harmoniert, die Chemie stimmte einfach.

In "Twilight" lernen wir viel über die Liebe. Was ist Ihre persönliche Botschaft?

Ich denke, Liebe entsteht, weil sich zwei Menschen nach denselben Dingen sehnen. Nach Nähe beispielsweise oder endloser Vertrautheit. Die Liebe zwischen Edward und Bella geht über alle inneren und äußeren Widerstände hinaus. Das ist doch sehr romantisch, oder?

Haben Sie so eine intensive Liebe auch schon mal erlebt?

Nicht wirklich. Vielleicht, weil ich mich bis dato dagegen gewehrt habe.

Aber Sie hatten schon Freundinnen?

Ja, die erste mit 12. Das hielt drei Wochen. Aber es gab auch eine Beziehung, die drei Jahre dauerte. Ich habe schon geliebt, aber nie so, dass ich gesagt hätte: "Oh Baby, für dich will ich sterben." Das kommt vielleicht noch.

Im Moment sind Sie solo, warum denn das?

Keine Ahnung! Ich bin es einfach. Die letzten zwei Jahre war ich ständig unterwegs, in keiner Stadt war ich länger als ein paar Wochen. Kaum war ich irgendwo angekommen, musste ich auch schon wieder weg. Selbst in meiner Heimatstadt London konnte ich dieses Jahr nur ganze fünf Tage verbringen. Das ist echt zu wenig, um eine wirkliche Beziehung aufzubauen.

Wie kommen Sie mit dem Alleinsein zurecht?

Ich ziehe es manchmal vor, mit mir alleine zu sein. Ich mag nicht die ganze Zeit mit anderen Leuten rumhängen. Klar gehe ich auch mit Freunden aus, aber ich genieße die vollkommene Ruhe, beispielsweise um zu schreiben. In den vergangenen beiden Jahren bin ich aber leider kaum dazu gekommen.

Was schreiben Sie?

Hauptsächlich Drehbücher. Bevor ich mit der Schauspielerei anfing, wollte ich eigentlich Schriftsteller werden.

Zac Efron von "High School Musical" gilt im Moment ebenfalls als Teeniestar. Er stürzt sich, anders als Sie, mit Wonne in den Hype um seine Person.

ist ganz anders als ich. Ich habe ihn zweimal getroffen, und er wirkt wirklich nett. Schon öfters haben Leute zu mir gesagt, dass ich der neue sei. Ich antwortete dann: "Was? Das bin ich nicht!" Mit diesem Vergleich fühle ich mich echt mies. Zac tut mir auch ein bisschen leid, denn er muss ein perfektes Leben leben, darf sich keine Ausrutscher erlauben. Jeder beobachtet und beur¬teilt ihn. Ich hingegen kann machen, was ich will, niemanden interessiert das. Das ist super, denn so lastet viel weniger Druck auf mir.

Wie gehen Sie mit Ihrem unglaublichen Erfolg um?

Ich lebe genau das gleiche Leben wie vorher, habe dieselben Freunde und Vorlieben. Ich habe mich wirklich null verändert.

Aber Sie verdienen mehr Geld!

So viel ist das leider auch nicht. Um die Wahrheit zu sagen: Ich hätte gerne mehr! (lacht)

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