Patrick Dempsey

"Neue Frauen? Zu anstrengend"

Er weiß, dass er sexy ist, und kokettiert gern damit. Fürs Kino gibt Patrick Dempsey jetzt den Playboy. Der Star aus "Grey's Anatomy" im GALA-Interview

Patrick Dempsey

Patrick Dempsey,

42, ist einer der heißesten Kerle, die Hollywood in jüngster Zeit hervorgebracht hat. Als Dr. alias McDreamy bringt er im TV-Klinik Dauerbrenner "Grey's Anatomy" wöchentlich die TV-Schirme zum Glühen. Jetzt kommt der Film-Beau als Jaguar fahrender Playboy in der Romantik-Komödie "Verliebt in die Braut" in die Kinos. GALA traf den Schauspieler im "Four Seasons Hotel" in Beverly Hills.

Unwiderstehlich der Blick, verführerisch die Attitüde: Hollywood-Star Patrick Dempsey

Unwiderstehlich der Blick, verführerisch die Attitüde: Hollywood-Star Patrick Dempsey

Sind Sie ein Romantiker?

Ja, durchaus. Ich verschenke gern Blumen und verwöhne die Frau, die ich liebe. Aber Pralinen zum Valentinstag? Das ist mir zu aufgesetzt. Romantik funktioniert nicht nach Terminkalender.

Was war das extravaganteste Geschenk, das Sie jemals einer Frau gemacht haben?

Wenn ich nachdenke, wird es wahrscheinlich irgendwas wahnsinnig Teures wie wertvoller Schmuck gewesen sein, den ich mir nicht leisten konnte. (lacht)

Was bedeutet Romantik für Sie?

Romantik ist ein Gefühl, eine Geisteshaltung, aber es kann auch ein Ort sein. Paris ist romantisch, und Rom erst...

In "Verliebt in die Braut" spielen Sie einen Playboy. Hat es Spaß gemacht, in diese Rolle zu schlüpfen?

Und wie! Aber ich könnte niemals so leben wie der Typ im Film. Ich bin ein ziemlich langweiliger Familienmensch, der loyal ist und am glücklichsten, wenn er mit seiner ganzen Sippe zusammen sein kann. Ich stehe nicht darauf, jeden Abend auszugehen. Und ich könnte mir nicht vorstellen, ständig neue Frauen zu treffen. Das klingt für mich viel zu anstrengend.

Im Film verlieben Sie sich in eine Frau, die vergeben ist. Kennen Sie das auch privat?

Zum Glück ist mir das im richtigen Leben noch nie passiert. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich mich verhalten würde. Außerdem finde ich, dass man die Beziehung anderer Menschen respektieren soll. Ich möchte jedenfalls nicht derjenige sein, der etwas Bestehendes kaputtmacht.

Seit 1999 ist er mit seiner Frau Jill verheiratet, das Paar hat drei Kinder

Seit 1999 ist er mit seiner Frau Jill verheiratet, das Paar hat drei Kinder

Millionen Frauen schmachten Sie als "McDreamy" an. Wie gehen Sie mit Ihrem Status als Sexsymbol um - und wie ist das eigentlich für Ihre Frau?

Na ja, ich lasse sie täglich wissen, wie irrsinnig sexy ich bin (lacht) – das gefällt ihr und ist gut für mein Selbstbewusstsein. Aber es ist ja nicht so, dass Tausende weiblicher Fans hinter mir herliefen. Ich wünschte, es wäre so!

Welchen Stellenwert hat das Vatersein für Sie?

Es ist regelrecht schockierend, wie viel Liebe man für seine Kinder fühlt. Das ist mit nichts zu vergleichen. Kinder aufwachsen zu sehen gibt einem ein wunderbares Gefühl.

Ihre Frau ist Stylistin. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Das ist mehr als zehn Jahre her. Jill wollte erst nicht glauben, dass sie mich stylen sollte, den Schauspieler, der damals gerade einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte. Ihr Kollege, der für die Termine zuständig war, veralberte sie nämlich ständig. Also war sie völlig überrascht, als ich dann tatsächlich auftauchte. Dann haben wir geflirtet.

Wie gefällt es Ihnen, mit der eigenen Ehefrau zusammenzuarbeiten?

Das macht mir großen Spaß. Wenn Jill und ich miteinander arbeiten, ist das wie ein Rendezvous. Ohne die Kinder haben wir Zeit zu reden.

Sie sind erst in reiferen Jahren berühmt geworden. Verkraftet man den Ruhm dann besser?

Auf jeden Fall. Wenn man als sehr junger Mensch großen Erfolg hat, fehlt einem viel Erfahrung, und man weiß nicht, wie man damit umgehen soll. Ich habe in meinem Leben einige Enttäuschungen erlebt. Es gab Zeiten, da wollte mir niemand einen Job geben. Aber ich halte auch solche Erfahrungen für wichtig. Gelegentlich zu versagen, stärkt das Rückgrat.

Sie werden mit Schauspiel-Legenden wie Cary Grant verglichen. Ehrt Sie das oder erhöht es den Druck?

Natürlich fühle ich mich geehrt. Ich finde das zwar ganz schön übertrieben, aber es ist immerhin besser, als mit oder Mickymaus verglichen zu werden.

Wofür geben Sie das meiste Geld aus?

Ich sammle antike Möbel und bin Mitinhaber eines Auto-Rennstalls in den USA. Da stecken wir leider sehr viel Geld rein.

Haben Sie als TV-Arzt im Dauereinsatz eigentlich weniger Angst vor Ärzten und Krankenhäusern?

Wenn ich mal zum Check-up in einem Hospital auftauche, ist das Personal tatsächlich irgendwie freundlicher zu mir. Vielleicht glauben ja einige Schwestern, dass ich tatsächlich Arzt bin...

Seien Sie doch so nett und enthüllen Sie ein paar kleine Serien-Geheimnisse: Wie geht es weiter? Bleiben Meredith und Doktor Shepherd ein Paar? Oder kommt es zum endgültigen Bruch?

Nun, ich kann Ihnen verraten, dass sich die ewigen Probleme zwischen Meredith und mir endlich lösen. Das macht mich sehr glücklich, weil ich schließlich schon seit Längerem Gewissheit haben möchte.

Sind Sie sich eigentlich bewusst, dass die Frauen Sie bis zum Ende Ihrer Tage "Dr. McDreamy" nennen werden?

Warum nicht? Es gibt schließlich schlimmere Bezeichnungen, oder?

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