Nina Hoss, Karoline Herfurth
© WireImage.com Nina Hoss, Karoline Herfurth

Nina Hoss + Karoline Herfurth "Unglaubliche Weiblichkeit"

Nina Hoss und Karoline Herfurth haben einen sexy Vampirfilm gedreht. Gala sprach mit den beiden Schauspielerinnen über Sinnlichkeit, lange Nächte und den Gruselfaktor der "Desperate Housewives"

Schon wieder

ein Vampirfilm, diesmal made in Germany - muss das sein? Nach dem Hype um "Twilight" und die vielen Nachfolger ist man erst mal skeptisch. Aber der Thriller "Wir sind die Nacht" (jetzt im Kino) ist anders. Regisseur Dennis Gansel interessierte sich weniger für Kunstblut. Er inszenierte eine so elegante wie actionreiche Geschichte über emotionale Abhängigkeiten zweier Frauen im Berliner Nachtleben, über die Vampir-Ladys Louise und Lena. Nina Hoss und Karoline Herfurth lernten sich erst beim Dreh kennen - die Chemie zwischen den Schauspielerinnen stimmte sofort. Gala traf die beiden morgens in Berlin. Hoss war etwas übernächtigt, Herfurth kam gerade von ihrer frühen Joggingrunde im Park. Aber beide waren richtig happy, sich wieder mal zu sehen.

Wie war es für Sie, ein Liebespaar zu spielen?

Nina Hoss : Wir sind im Film kein wirkliches Liebespaar. Ich bin hinter ihr her - und sie will mich nicht. Es geht um große Anziehung, würde ich sagen.

Na ja, Ihre gemeinsamen Szenen sind schon sinnlich bis erotisch.

Hoss: Ja, aber wir wollten nicht, dass ein männlicher, voyeuristischer Blick bedient wird. Es ist eine Geschichte über Verführung und Verführbarkeit ...
Karoline Herfurth: ... die jenseits von gängigen Kategorien stattfindet.
Hoss: Trotzdem ist gegen Sinnlichkeit natürlich überhaupt nichts zu sagen.
Herfurth: Eine erotische Ausstrahlung gehört ja bei einem Vampir auch dazu. Sozusagen als Grundausstattung.

Nina Hoss fühlt sich zu Hause auf dem roten Teppich.
© ReutersNina Hoss fühlt sich zu Hause auf dem roten Teppich.

Finden Sie Frauen sexy?

Herfurth: Also, ich finde Nina total schick.
Hoss: Oh oh! (lacht)
Herfurth: Okay, ob ich sie jetzt unbedingt küssen wollte, weiß ich nicht ... Aber wenn Sie mich so fragen: Hannelore Elsner ist eine wahnsinnig schöne Frau. Sie hat eine unglaubliche Weiblichkeit und diese besondere Aura. Das haut mich völlig von den Socken.
Hoss: Ja, sie ist sehr erotisch. Ob ich mich in eine Frau verlieben könnte, weiß ich aber auch nicht. Manche Frauen wirken auf mich allerdings durchaus sexy und anziehend.

Der Film "Wir sind die Nacht" ist streckenweise ziemlich düster. Wie viele Horrorfilme haben Sie sich bei der Vorbereitung angeschaut?

Herfurth: Ich grusel mich leider generell extremschnell. (Nina Hoss lacht) Warum lachst du? (lacht selbst)
Hoss: Weil du vorher nicht einen einzigen Film gucken konntest.
Herfurth: Den ein oder anderen schon!
Hoss: Mit dem Gesicht hinterm Kissen.
Herfurth: Na gut, ich kann sogar nach einem "Tatort" zwei Wochen nicht schlafen. Manchmal sind mir sogar die "Desperate Housewives" zu unheimlich.
Hoss: Du Arme!

Und wovor fürchten Sie sich, Frau Hoss?

Hoss: Davor, krank zu werden. Ich bin nicht hypochondrisch veranlagt, aber wenn man sich überlegt, wie schon allein Zahnschmerzen das Leben beeinträchtigen ... Solche Sachen machen mir Angst, weil ich sie nicht beeinflussen kann.
Herfurth: Man könnte schon mal diese kleinen Nikotinteile weglassen.
Hoss: Ein Bekannter von mir ist vor zwei Tagen umgekippt, Herzanfall, tot. Nichts hat darauf hingedeutet, er war athletisch und fit. Bei solchen Geschichten denkt man: Mein Gott, du musst das Leben noch mehr genießen!

Weiter zur nächsten Seite
Übersicht zu diesem Artikel
  • Seite 1 / 2
  • Seite 1 "Unglaubliche Weiblichkeit"
  • Seite 2