Michelle Hunziker "Männer geben zu schnell auf"

TV-Sonnenschein Michelle Hunziker über deutsche und italienische Fans, die liebenswerten Launen ihrer Tochter und die perfekte Familie

Regentropfen rinnen die Scheiben

im Restaurant des Bremer "Parkhotels" herunter. Drinnen funkeln Kronleuchter mit dem Lachen der Frau um die Wette, die aus dem Hut gezaubert wurde, um "Wetten, dass ...?" und TV-Dino Thomas Gottschalk zu neuem Glanz zu verhelfen. Natürlich würde Michelle Hunziker das nie so ausdrücken. Bei allem Selbstbewusstsein bleibt die Blondine stets bescheiden. Doch selbst wenn sie das clowneske Nummerngirl gibt, steckt dahinter eine clevere Geschäftsfrau und erfahrene Moderatorin. Wie die 32-Jährige privat tickt, wie ihr Traummann aussieht und warum sie lieber mit Ex-Ehemann Eros Ramazzotti als George Clooney essen gehen würde, verrät sie im Gala-Interview.

Sie wurden gerade in inniger Umarmung mit Ihrem italienischen Manager erwischt. Ihr neuer Freund?

Ich bin Single, und mir wird so gut wie jeder Mann angedichtet, der mir über den Weg läuft. Mal ist das der Gärtner, mal der Zeitungsbote, der Fischhändler oder der nette Herr aus dem Supermarkt. Das geht schon seit Jahren so, und ich kann nur darüber lachen. Wenn ich wirklich einen Freund habe, dann zeige ich meine Gefühle ja auch, aber es ist weiß Gott nicht jeder, der einmal seinen Arm um mich legt.

Was sehen die Männer in Ihnen - die Frau mit familientauglicher Erotik oder die Femme fatale?

Ich mache mir keine Gedanken darüber, was Männer in mir sehen. Das ist mir egal. Gut, ich trage gern sexy Kleider, liebe High Heels und tiefe Ausschnitte, aber ich flirte nicht. Ich vermeide alles, was mich zur Rivalin der Ehefrau macht. Frauen müssen vor mir keine Angst haben, und sie haben auch keine.

Was muss ein Mann mitbringen, damit Sie sich für ihn interessieren?

Wenn man 32 ist, ist man nicht mehr so wählerisch. (lacht) Es gibt keine Klischeevorstellungen mehr. Wenn ich mich verliebe, geht alles. Aber ein Mann muss für mich humorvoll und charmant sein. Ich liebe es, wenn man mir den Hof macht, und ich bedauere, dass das heute weitestgehend verlorengegangen ist. Männer haben leider aufgehört, um Frauen zu werben.

Werden Sie denn nicht mit Blumen überhäuft?

Privat leider nur selten. Es ist vielleicht nicht nur die Schuld der Männer, sondern auch von uns Frauen, dass die Kerle aufgehört haben zu kämpfen. Ich aber will erobert werden und wünsche mir, dass ein Mann sich ins Zeug legt, um mich zu gewinnen. Die Männer aber geben viel zu schnell auf. Wenn die sehen, dass du nicht sofort zu haben bist, lassen sie es sein. Das ist das Traurige. Ich liebe romantische Briefe, ich liebe Blumen, kleine Überraschungen. Einfache Dinge, die nicht viel kosten. Oder ein Anruf: "Ich stehe vor deiner Haustür, kommst du mit auf einen Kaffee?" Heute gibt es nur Sms, ich hasse das. Sms haben jegliche Romantik ruiniert. Ich könnte mir auch nie vorstellen, mich in Internetforen für Singles einzuklinken. Die Vorstellung ist der schiere Albtraum für mich.

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