Matthias Steiner
© Getty Images Matthias Steiner

Matthias Steiner "Mamas Küche fehlt mir"

Matthias Steiner, Olympiasieger der Herzen, über Flatrate-Essen beim Italiener - und die Liebe

Das leichte Leben

als Olympiasieger und Medienliebling ist erst mal vorbei: Diese Woche beginnt der stärkste Mann der Welt wieder mit dem Training, sechs Tage die Woche, eisern, hart, schwer. Im November wird Matthias Steiner, 24, bei der Weltmeisterschaft im Gewichtheben in Südkorea antreten. Seine Gewichtsklasse: Superschwergewicht. Dafür muss man mehr als 105 Kilogramm auf die Waage bringen - nach oben gibt es keine Beschränkung.

Kann auch ohne mehrere hundert Kilo auf den Schultern glänzen: Medienliebling Matthias Steiner
© Getty ImagesKann auch ohne mehrere hundert Kilo auf den Schultern glänzen: Medienliebling Matthias Steiner

Sie haben es gut: Sie können immer so viel essen, wie Sie wollen.

Das stimmt nicht! Manchmal muss ich mehr Essen, als ich will. Ich wiege um die 140 Kilo, und das sollte ich halten. Es gehört viel Disziplin dazu, über den Hunger zu essen.

Gibt es Pflichtpunkte auf dem Speiseplan?

Nein, der ist relativ ausgewogen. Persönlich esse ich halt sehr gern gekochte Kartoffeln. Dazu viele Nudeln und Fleisch in normalen Mengen.

Wer kocht für Sie?

Mittlerweile koche ich wieder selbst, aber ich gehe auch oft essen. Ich habe eine Art Flatrate bei einem sehr guten Italiener in der Nähe, und da gehe ich eigentlich jeden Tag einmal, manchmal zweimal hin und lasse mich bekochen. Die wissen genau, was ich mag und wie viel ich esse.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Tagliatelle mit Parmaschinken und Champignons, in Trüffelöl angebraten und mit feinen Trüffelraspeln und Parmesan. Das schmeckt sehr gut.

Haben Sie schon mal versucht, eine Frau mit Ihrer Kraft zu beeindrucken?

Nein, ich denke, dafür braucht man eher mentale Stärke.

Bei Inge Posmyk, Ihrer neuen Freundin, hat das offenbar gut geklappt.

Naja, irgendetwas muss ich haben, das sie fasziniert hat. Ich denke, dass wir zwei sehr ähnliche Charaktere sind. Wir sind bodenständig und wissen, was wir wollen.

Vermissen Sie Ihre Heimat Österreich manchmal?

Bisweilen habe ich Sehnsucht nach meiner Familie und nach meinen Freunden, die ich von klein auf kenne. Und die gute Küche meiner Mutter fehlt mir auch. Ansonsten fühle ich mich in Deutschland wirklich sehr wohl. Ich habe hier eine neue Heimat gefunden und alles, was ich brauche, um glücklich zu sein.