Matthias Schweighöfer

"Liebeskummer ist der schlimmste Zustand"

Matthias Schweighöfer spricht mit Gala.de über seinen neuen Film "Schlussmacher", gibt Tipps gegen Liebeskummer und verrät, wann selbst er in der Liebe aufgibt

Matthias Schweighöfer

Ein bisschen niedergeschlagen

wirkt Matthias Schweigerhöfer beim Interview-Termin mit Gala.de in Berlin. Kein Wunder: Der 32-Jährige spricht schon den ganzen Tag über das unangenehme Thema Trennungen. In seiner zweiten Regiearbeit "Schlussmacher" geht es um eine professionelle Schlussmach-Agentur. Die Dreharbeiten zu der Komödie fanden ausgerechnet zu einem Zeitpunkt statt, als selbst gerade frisch getrennt war.

Mit seiner Exfreundin verbindet ihn nach acht Jahren Beziehung nicht nur die gemeinsame Tochter Greta, drei. "So lange wie bei uns noch keine neuen Partner da sind, ist man immer eher noch in einer Beziehung als nicht. Vor allem wegen dem Kind", erzählt er Gala.de über die schwierige Situation nach dem Beziehungsende. Auf eine neue Beziehung will sich der Schauspieler deshalb momentan nicht einlassen.

Beruflich gesehen hat Schweighöfer jedoch keinen Grund, Trübsal zu blasen: Sein Regiedebut "What a Man" wurde gerade in den USA begeistert aufgenommen, bei "Schlussmacher" arbeitete er wieder gleichzeitig als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller. Diesen Luxus genießt er, sammelt beispielsweise eine Riege an guten Freunden für die Arbeit um sich - und vergab sogar an seine Schauspieler-Eltern kleine Rollen.

Wie war es, den eigenen Eltern am Set Anweisungen zu geben?

Ich hatte am meisten Schiss vor der Zusammenarbeit mit meinem Vater, weil der noch nie unter meiner Regie gearbeitet hatte. Aber meine Eltern sind total professionell und ich bin auch immer hochkonzentriert am Set. Meine Eltern sind dann eben Kollegen.


In "Schlussmacher" geht es um eine professionelle Agentur, die Leuten das Schlussmachen abnimmt. Ganz schön makaber für alle Verlassenen. Wie macht man aus so einem Thema eine Komödie?

Schlussmachen beinhaltet immer auch Beziehung und Liebe – und über diese Themen kann man sehr gut Witze machen. Der Film ist außerdem als Roadmovie konzipiert. Mir geht es um die Beziehung zwischen den beiden Jungs: Wie einer getrennt wird und dem anderen erklärt, um was es in Beziehungen eigentlich geht. Der Film ist ein Plädoyer für die Liebe.


Glauben Sie denn an die Liebe?

Ich glaube auf jeden Fall an die Liebe. Sie wird aber nie perfekt sein, es gibt keine vollkommene Liebe. Ich glaube so bedingungslos, wie man sein Kind liebt, so etwas geht nie mit einer Frau. Dafür sind Männer und Frauen zu kompliziert miteinander.

Milan Peschel und Matthias Schweighöfer in der Komödie "Schlussmacher".

Milan Peschel und Matthias Schweighöfer in der Komödie "Schlussmacher".

"Ich bin Sternzeichen Fische und brauche immer eine gewisse Zeit, bis man mir nahe sein kann."

"Ich bin Sternzeichen Fische und brauche immer eine gewisse Zeit, bis man mir nahe sein kann."

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Heidi Klum, Seal

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Wenn es schief geht, kommt der große Liebeskummer. Was tun Sie dagegen?

Liebeskummer ist der schlimmste Zustand. Und nichts hilft dagegen: Es funktioniert nicht sich zu besaufen, dann ist der Kater am nächsten Morgen umso schlimmer. Es funktioniert auch nicht, sich mit anderen Leuten abzulenken, weil man sowieso total neben sich steht. Die Zeit bringt's meistens: Viel Sport, viel Heulen, viel Freunde um sich sammeln und dann einfach durch.

Gala.de-Redakteurin Sarah Stendel traf Matthias Schweighöfer in Berlin.

Gala.de-Redakteurin Sarah Stendel traf Matthias Schweighöfer in Berlin.

Und wann sollte man sich besser trennen?

Ich gebe in der Liebe eigentlich nie auf – manchmal auch dann, wenn ich eigentlich aufgeben müsste. Aber man sollte auf jeden Fall Schluss machen, wenn keine Liebe mehr da ist und nur noch gemeckert wird. Oder wenn 'ne Menge anderer Frauen oder Männer im Spiel waren. Einen Ausrutscher könnte ich verstehen – so lange das keine richtige Affäre ist. Hab ich aber zum Glück noch nie erlebt.


Sind denn eigene Erlebnisse in das Drehbuch zu "Schlussmacher" miteingeflossen?

In beiden Hauptfiguren des Films steckt auch etwas von mir, außerdem sind Geschichten von Freunden, die sich getrennt haben, miteingeflossen. Ganz konkret hab ich zwar kein Beispiel aus dem Film erlebt. Aber ich bin zum Beispiel wie Paul sehr unnahbar, wenn man mir zu nahe rückt. Ich bin Sternzeichen Fische und brauche immer eine gewisse Zeit, bis man mir nahe sein kann.

Sarah Stendel

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