Mark Wahlberg
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Mark Wahlberg "Ich bin ein übervorsichtiger Vater"

In dem Film "In meinem Himmel", der am 19. August auf DVD erscheint, spielt Mark Wahlberg einen Vater, der seine Tochter durch ein Gewaltverbrechen verliert. Im Interview spricht er über die Dreharbeiten und seine eigenen Kinder

Susie Salmon ist 14 Jahre alt, als sie von einem Nachbarn erst missbraucht und anschließend getötet wird. Für ihren Vater Jack (Mark Wahlberg) bricht eine Welt zusammen. Verzweifelt versucht er den Mörder seiner Tochter ausfindig zu machen.

Nicht nur auf der Leinwand ist der Film schwere Kost, auch die Dreharbeiten waren für die Darsteller kein Kinderspiel. Im Interview schildert Mark Wahlberg, der selbst Vater von vier Kindern ist, seine Gefühle am Set und wie der Film sich auf sein eigenes Familienleben ausgewirkt hat.

Durch und durch Familienmensch: Als Mark Wahlberg seinen Stern auf dem Walk of Fame bekam, brachte er seine Frau und seine vier Kinder mit.
© Getty ImagesDurch und durch Familienmensch: Als Mark Wahlberg seinen Stern auf dem Walk of Fame bekam, brachte er seine Frau und seine vier Kinder mit.

Sie sind selbst Vater. Wie war es für Sie, mit einer Geschichte konfrontiert zu sein, die den Tod eines jungen Mädchens behandelt?

Jeder einzelne Tag war hart für mich. Ich habe versucht, meine Gedanken und Gefühle am Set zu lassen, wenn ich nach Hause gefahren bin. Doch dann habe ich nachts davon geträumt.

Sie konnten nicht abschalten, wenn Sie das Set verlassen haben?

Nein, nicht wirklich. Ich tauche in Rollen immer richtig tief ein. Daher hatte ich auch Angst vor dieser Rolle, als ich zugesagt habe. Ich habe wundervolle Kinder, die mir alles bedeuten. Das Thema des Films habe ich immer mit mir herumgetragen und es war schwierig, es von meinem Privatleben fernzuhalten. Ich hatte damit die ganze Zeit während der Dreharbeiten kämpfen.

Was haben Sie nach Feierabend gemacht, wenn Sie Ihre Kinder gesehen haben?

Ich habe sie in den Arm genommen und wollte sie nie wieder gehen lassen. Wenn sie gesagt haben 'Daddy, lass uns was spielen', hab ich sie einfach nur im Arm gehalten. Meine Tochter war zu dieser Zeit drei Jahre alt. Ich habe ihr immer und immer wieder gesagt, dass sie nicht mit Fremden sprechen darf.

Sind Sie übervorsichtig mit Ihren Kindern?

Ja (lacht). Ich bin ein übervorsichtiger Vater, aber ich glaube, das muss man heutzutage auch sein. Ich habe immer Angst, wenn meine Kinder beispielsweise in New York sind. Meine Frau ist einmal mit unseren Kindern ins Museum gefahren. Ich hab ihr gesagt: 'Nimm' den Geländewagen, setz sie in ihre Kindersitze und sieh ja zu, dass ihr heil ankommt.' Die Leute fahren einfach fürchterlich in New York.

Im Film gibt es zwei Welten - die Erde und den Himmel. Warum sind Sie auf der Erde?

Ich bin mir nicht sicher, warum ich auf der Welt bin. Ich habe eine Organisation gegründet, weil ich Kindern eine Zukunft bieten und ihnen Werte vermitteln möchte. Gute Vorbilder sind für Kinder sehr wichtig. Ich finde, wenn man es wie ich im Leben gut getroffen hat, muss man dieses Glück in irgendeiner Weise auch zurückgeben.

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