Mark Ruffalo
© Getty Mark Ruffalo

Mark Ruffalo Hollywoods heimlicher Star

Was, Sie kennen Mark Ruffalo noch nicht? Das wird sich bald ändern. Schließlich hat er es nicht nur Jennifer Aniston angetan

Die meisten Stars würden ausflippen. Hier in Hollywood, auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten, ist es eine persönliche Beleidigung, wenn man nicht erkannt wird. Doch wenn Mark Ruffalo so etwas mal wieder passiert, ihm etwa der Einlass zu einer VIP-Party verwehrt wird, bleibt er ganz gelassen. Denn der Schausspieler findet es halb so schlimm, dass ihn nicht jeder kennt. Zum einen verbringt er seine Zeit sowieso viel lieber fern von Glitzer und Glamour bei ausgedehnten Fahrradtouren mit seiner Familie. Zum anderen sind Türsteher, die sein Gesicht nicht sofort zuordnen können, ein großes Kompliment an seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit. Haben viele es auf der Leinwand perfektioniert, sich selbst zu spielen, so ist der 39-Jährige ein wahres Chamäleon. Mal Vollbart und Bauch, dann glattgestriegelter Schönling: Tatsächlich sieht Mark in seinen Rollen immer anders aus - auch in seinem aktuellen Thriller "Zodiac" ist er kaum wiederzuerkennen. Ruffalo spielt darin den ehrgeizigen Kommissar Dave Toschi, der in den Sechzigerjahren verzweifelt versuchte, einen Serienkiller zu fassen. Die Story basiert auf einem wahren Fall, der die Polizei in San Francisco bis heute beschäftigt. Und mit dem Mark einmal mehr beweist, dass er zu Recht als einer der besten und wandlungsfähigsten amerikanischen Schauspieler gilt. Auch berühmte Kolleginnen schätzen ihn sehr - nicht nur wegen seines Talents. "Schauen Sie ihn sich mal genauer an. Mark sieht klasse aus und hat eine Aura, die verführen kann", schwärmt etwa Jennifer Aniston, und Cameron Diaz findet: "Das ist einer zum Heiraten." Auch im Gespräch mit GALA anlässlich des Kinostarts von "Zodiac" macht er seinem Ruf als Charmeur alle Ehre. Mark Ruffalo ist bestens aufgelegt. Und eines ist sicher: Einen "bad hair day" hat er heute auch nicht ...

Seine Ehefrau Sunrise Coigney weiß, was sie an Mark hat
© GettySeine Ehefrau Sunrise Coigney weiß, was sie an Mark hat

GALA: Wie schaffen Sie es, als Mann von Ende 30 noch eine so beeindruckende Haarpracht ihr Eigen zu nennen?

Also, ich trage keine Perücke, falls Sie darauf anspielen (lacht). Mein neuer Film "Zodiac" spielt in den Siebzigerjahren, damals hatten die Typen halt "big hair". Also habe ich meine Mähne einfach wachsen lassen.

GALA: Der haarige Typ ist Inspektor David Toschi. Er jagte

den berüchtigten Zodiac-Killer, der bis heute auf freiem Fuß ist. Ziemlich unheimlich, oder? Ein bisschen schon. Zumal ich mich bei der Vorbereitung auf diesen Film mit vielen Leuten getroffen habe, die den tatsächlichen Killer damals gejagt haben. Man kriegt schon das Gruseln, wenn man die grausamen Details seiner Morde erfährt.

GALA: In dem Thriller dreht sich vieles um Obsessionen. Wovon sind Sie besessen?

Ich bin durchaus jemand, der phasenweise wie von etwas besessen durch die Gegend läuft. Aber nur, wenn ich arbeite. Dann will ich ganz in meine Filmrolle eintauchen.

GALA: Sie gelten als Perfektionist.

Da ist auf jeden Fall was dran. Manchmal geht mir das selbst auf die Nerven, weil ich mir dadurch lange Arbeitstage zumute. Und meine Familie wartet zu Hause mit dem Essen auf mich.

GALA: Suchen Sie sich nach einer emotional wie zeitlich fordernden Rolle wie in "Zodiac" als nächstes automatisch einen leichteren Part?

Ich achte immer darauf, bei der Auswahl meiner Filme die Balance zu halten. Nach einer schwierigen Arbeit merke ich, dass ich psychisch ganz schön geschlaucht bin. Und dann tut es mir sehr gut, mich zur Abwechslung wieder mit leichterem Stoff zu beschäftigen.



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