Manuele Malenotti
© Schoeller & von Rehlingen PR / Wireimage Manuele Malenotti

Manuele Malenotti Der Stars liebster Schneider

Einst Biker-Kluft, heute Mode-Kult: Manuele Malenotti machte das Label Belstaff filmreif

Product Placement hat Manuele Malenotti nicht nötig.

Der Kreativchef des Hauses Belstaff, das in den Zwanziger Jahren mit Wachsjacken für Motorradfahrer anfing, stattete bisher ganz offiziell mehr als 70 Filme aus. So trug jüngst Johnny Depp in "Sweeney Todd" einen Belstaff-Mantel - das Horrormusical wurde prompt in der Kategorie "Bestes Kostümdesign" für einen Oscar nominiert. Und auch George Clooney zeigt sich in seinem neuen Film "Leatherheads", in dem er "Jimmy Connelly", einen Football-Helden im Amerika der 20er Jahre spielt, in einer coolen Belstaff-Lederjacke im Vintagelook. Für das GALA-Gespräch schlüpfte der 33-jährige Italiener Malenotti in einen der extravaganten Leder-Trenchcoats seines Labels.

Will Smith und Manuele Malenotti bei der Premiere von "I am Legend"
© Schoeller & von Rehlingen PRWill Smith und Manuele Malenotti bei der Premiere von "I am Legend"

Gala: Durfte Johnny Depp seinen Mantel behalten – oder tragen Sie das gute Stück gerade?

Nein, nein, er hat einen behalten. Insgesamt haben wir für den Film sechs Exemplare angefertigt. Das ist noch wenig: Für "Mission Impossible" haben wir 80 Jacken gemacht. Bei "I Am Legend" waren es 20 Mäntel. Johnny hat gleich nach seiner Jacke für den nächsten Film "Public Enemies" gefragt. Da arbeiten wir wieder zusammen. Nächste Woche wird er ein Exemplar, das wir ihm für diesen Film auf den Leib geschneidert haben, zum ersten Mal sehen.

Gala: Johnny Depp ruft Sie an und sagt, ich hätte gern diesen und jenen Mantel? Woher kennen Sie sich denn?

Ich habe ihn mal am Set besucht. Wir kennen uns nicht sehr gut, aber er ist wirklich cool. Außerdem sehe ich selbst ja aus wie Johnny Depp. Alle sagen immer: Orlando Bloom oder Johnny Depp – was meinen Sie?

Gala: Na ja, Orlando Bloom sehe ich da vielleicht auch.

Ich finde, ich sehe keinem von beiden so richtig ähnlich, trotzdem liebe ich es, wenn die Leute sagen, ich sähe aus wie Johnny Depp. Wer würde das nicht toll finden?

George Clooney als Jimmy "Dodge" Connelly in einer angemessen verwegenen Lederjacke von Belstaff
© Schoeller & von Rehlingen PRGeorge Clooney als Jimmy "Dodge" Connelly in einer angemessen verwegenen Lederjacke von Belstaff

Gala: Manuele, erzählen Sie mal, wie geht es denn Ihrem Freund George Clooney?

Oh, ich habe George vor ein paar Tagen in Los Angeles getroffen. Wir waren Sushi essen. George liebt Sushi. Er war ein bisschen müde, weil er schon morgens um sieben Uhr Italienisch-Unter-richt gehabt hatte. Drei Stunden lang! Er lernt die Sprache, weil er ein Italien-Fan ist.

Gala: Spricht er denn gut Italienisch?

Ja, sehr. Er versteht mittlerweile alles. Wir sprechen meistens nur italienisch miteinander. Und ich bringe ihm lauter Schimpfwörter bei (lacht). Unanständige Wörter!

Gala: Was ist mit Clooneys Freundin Sarah Larson, lernt sie auch schon Italienisch?

Keine Ahnung, sie war nicht dabei, als wir uns getroffen haben. Ich hatte ihn ja schon lange nicht mehr mit Sarah gesehen. George ist sehr speziell, was Frauen angeht, und sie liegen ihm reihenweise zu Füßen. Somit habe ich ihn ein bisschen ausgehorcht: "Hey, was ist da los bei euch?", habe ich gesagt – anscheinend hatten sie ein bisschen Ärger.

Gala: Aber man denkt, mit Sarah sei es etwas Ernstes...

Ja, es ist was Ernstes. Aber bei George weißt du nie… George und Frauen? Mmm… (zuckt mit den Achseln, schüttelt kurz den Kopf und lächelt)

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